Unsere Kinderseite

© Katharina Wagner pfarrbriefservice.de

von Biergans in Aktuelles             
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               Herzlich willkommen auf unserer „Kinderseite“!
               Hier gibt es immer wieder neue Geschichten,
               Erzählungen, Infos und vieles mehr ………………
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Jetzt beginnen die Sommerferien

Liebe Mädchen und Jungen,

nun beginnt endlich wieder die Ferienzeit, auf die ihr euch alle sicher freut. Wir wünschen euch gute, erholsame Ferien! Vielleicht habt ihr vor, auch mal ein spannendes Buch zu lesen. Vielleicht begegnet ihr dann auch dem Bücherwurm:

Der Bücherwurm, der Bücherwurm,
hat keine Lust heut‘ was zu tun.

Er liegt im hellen Sonnenschein,
die Bücher lässt er heute sein.

Er kriecht so langsam durch den Sand,
ein Bücherkind liegt dort am Strand.

Versunken ist es und ganz stumm,
es blättert still die Seiten um.

Es liegt mal gerade und mal krumm,
dann ruft es laut: Du bist ja dumm.

Wenn du nicht liest, wird’s immer schlimmer.
Ein Buch zu lesen lohnt sich immer.

Das hört der Wurm sich artig an,
dann kriecht er fort so schnell er kann.

Ich heiße Bücherwurm, na klar,
und auch für mich sind Bücher da.

Er weiß, nur lesen macht gescheiter,
doch nur das Fressen bringt ihn weiter.

Der Wurm, der träumt vom dicken Bauch.
Das Lesekind – ja, es träumt auch.

Hans-Werner Kulinna, In: Pfarrbriefservice.de

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Am 15. Juni 2017 feiern wir Fronleichnam für alle unsere fünf Pfarrgemeinden in Niederzier

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Fronleichnam

Über die Geschichte und den Sinn des Fronleichnamsfestes

Das Fronleichnamfest am Donnerstag in der zweiten Woche nach Pfingsten, also nach dem Dreifaltigkeitsfest, wird auch Hochfest des Leibes und Blutes Christi genannt. Es feiert die Eucharistie als Opfer, Kommunion (Opferspeise) und – wegen der Realpräsenz Christi im Tabernakel – zugleich als Gegenstand der Anbetung. Es ist ein Erinnerungsfest an die Einsetzung des Altarsakramentes, das eigentlich Gründonnerstag gefeiert werden müsste, aber der Passionswoche wegen als zu diesem Termin unangebracht empfunden wurde. Es wurde deshalb – in einer Zeit, als der Osterfestkreis mit Pfingsten fünfzig Tage nach Ostern schloss – an das Ende der österlichen Zeit gelegt.

Die Anregung zu diesem Fest entstammt einer Vision der heiligen Augustinernonne Juliana von Lüttich (+ 5.4.1258) und wurde im Bistum Lüttich 1246 eingeführt. Am 11. August 1264 erhob Papst Urban IV. (1261 – 1264), zuvor Erzdiakon in Lüttich, Fronleichnam als „Fest des Leibes Christi“ … mit der Enzyklika „Transiturus de hoc mundo“ zum allgemeinen kirchlichen Fest. Thomas von Aquin war an dieser Enzyklika wesentlich beteiligt und hat die Texte für das Offizium und die Messe zusammengestellt. … Die Dominikaner haben die Ausbreitung dieses Festes stark gefördert. 1311 wurde es unter Papst Clemens V. (1305 – 1314) auf dem Konzil von Vienne bestätigt und 1317 unter Papst Johannes XXII. (1316 – 1334) endgültig weltweit angeordnet. …

Den besonderen Charakter erhielt Fronleichnam durch die Prozession, die schon 1279 durch Köln zog. Gerade die Fronleichnamsprozession versinnbildlicht gelebtes Christentum: Zum Ende des Osterfestkreises symbolisiert sie den christlichen Lebensvollzug, das gläubige „Wallen“, das Ziehen durch die Zeit, dem ewigen Vater entgegen. Es ist die Heimkehr der Kinder Gottes in das himmlische Jerusalem. … In Gestalt der geweihten Hostie wird Christus selbst durch Stadt, Flur und Wald geführt. Der realpräsente Gott wird sichtbar, er verlässt das „fanum“ (lat. Tempel, Allerheiligste) und durchzieht das „profanum“ (das dem Allerheiligsten Vorgelagerte). Zu diesem Zweck entstand die Monstranz, ein Ostensorium mit Lunula, einem halbmondförmigen Schiffchen, in das die Hostie eingesteckt wird. Es wurde auch der Baldachin (Tragehimmel) für kultische Zwecke übernommen, der ursprünglich ein Herrschaftszeichen der Monarchen war.

In der Reformation entwickelte sich Fronleichnam zu einem konfessionsscheidenden Merkmal. Luther bezeichnete Fronleichnam 1527 als „allerschädlichstes Jahresfest“. Ihm fehlte die biblische Grundlegung, Prozessionen galten ihm als Gotteslästerung. Das Konzil von Trient (1545 – 1563) bestätigte das Fronleichnamsfest, das nun einen demonstrativen Akzent bekam: Mit großem Aufgebot und Aufwand zeigten die Katholiken ihren Glauben. Subdiakone, Diakone, Priester, Nonnen, Mönche und Messdiener zogen mit Fahnen, Schellen und Weihrauch, begleitet von den Honoratioren und Erstkommunikanten, Gruppen von Frauen und Männern, geordnet nach Ständen, Verbänden, Bruderschaften und Vereinen durch Stadt und Flur. Betend und singend begleiteten sie durch festlich geschmückte Straßen das Allerheiligste. Die Prozession endete mit einem feierlichen Gottesdienst.

Übrigens gibt es die Fronleichnamsprozession nicht nur für Fußgänger. Nicht nur am Chiemsee und auf dem Staffelsee bei Murnau und in Köln („Mülheimer Gottestracht“) gibt es zu Fronleichnam Schiffsprozessionen.

(Text: Dr.theol. Manfred Becker-Huberti/Foto: Evangelisches Schuldekanat Schorndorf/Waiblingen / CC-by / Quelle: flickr.com in pfarrbriefservice.de)

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Am Donnerstag, den 24. Mai 2017 feiern wir Christi Himmelfahrt

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14326_christi_himmelfahrt_farbig_by_factum_adp_pfarrbriefserviceIm Himmel gibt es viel Licht und Sonne. Dort ist es schön. „Dort wohnt Gott“, sagen die Leute. In alten Kirchen kannst du Bilder sehen, auf denen Jesus auf einer Wolke nach oben in den Himmel schwebt. Das hat mit dem Fest Christi Himmelfahrt zu tun. Wir feiern es 40 Tage nach Ostern.

Damit meinen wir nicht, dass Jesus in die Wolken fliegt, sondern zurückkehrt zu seinem Vater.

(Bild: Factum / ADP – Quelle: Kath. Kinderzeitschrift Regenbogen in pfarrbriefservice.de)

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Wer findet die Fehler in unserem Oster-Suchbild?

Fips, der kleine Osterhase, muss vor Ostern noch viele Eier bemalen. Doch halt: In das farbenfrohe Suchbild haben sich elf Fehler eingeschlichen. Wer findet sie? Das Rätselbild, das jungen Lesern sicher viel Freude machen wird, stammt von Daria Broda. Frau Broda entwirft seit einiger Zeit für die Kinderseiten liebenswerte Bildmotive und phantasievolle Rätselideen.

(Bild: Daria Broda, www.knollmaennchen.de in pfarrbriefservice.de)

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Aufräumen – innen und außen

Fastenzeit: 40 Tage für Gott

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Jetzt beginnt die Fastenzeit! Wir bereiten uns auf Ostern vor! So, wie die Faschingssachen weg­geräumt werden, kann man auch in sich selbst aufräumen. Eine gute Möglichkeit dafür besteht darin, auf Dinge zu verzichten, die nicht unbedingt nötig sind:

➞ kurze Strecken: laufen statt mit dem Auto fahren

➞ beim Einkaufen: keine Schokoriegel „ernörgeln“

➞ abends: gemeinsam spielen statt fernsehen

➞ nach der Schule: kein Brötchen auf dem Weg, wenn zu Hause schon das Essen wartet

Dabei spart man sogar noch Geld. Das könntet ihr für MISEREOR oder einen anderen guten Zweck spenden, denn zum Frühjahrsputz in euch selbst gehört es auch, anderen zu helfen.

(von Anne Rademacher/Ayline Plachta – Bild: Ursula Harper – St. Benno-Verlag in pfarrbriefservice.de)

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Witziges zum Jahresende

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Wie praktisch

Die Gemeinde hat einen neuen Gemeindereferenten zugeteilt bekommen. Beim ersten gegenseitigen Kennenlernen fragt der Pfarrer: „Sind Sie eigentlich verheiratet?“ – „Nein“, antwortet der Neue, „aber ich mache trotzdem alles, was man mir sagt.“

Zeitfrage

Lorenz erzählt seinem Freund Bruno: „Ab nächsten Samstag darf ich mit zur Ministrantenstunde. Da muss ich um Viertel vor Neun losgehen, um pünktlich zu sein. Ich habe aber Angst, zu spät zu kommen, weil ich keine Uhr habe.“ – „Ist doch ganz einfach“, beruhigt ihn Bruno, „du wartest, bis die Kirchturmuhr neun Uhr schlägt – und eine Viertelstunde vorher gehst du los.“

Eine gute und eine schlechte Nachricht

Immer wieder ruft der Pfarrer in den Gottesdiensten seine Gemeinde zu Spenden auf, denn die Kirche muss dringend renoviert werden. Heute verkündet er: „Ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht. Die gute Nachricht ist, dass unsere Gemeinde genügend Geld hat, um unsere Kirche zu renovieren.“ Staunend nimmt es die Gemeinde zur Kenntnis. Der Pfarrer fährt fort: „Die schlechte Nachricht ist: Noch immer steckt das Geld in euren Portemonnaies.“

Zwei Möglichkeiten

Ein Theologiestudent antwortet auf Fragen seines Professors immer: „Ja, wissen Sie, da gibt es zwei Möglichkeiten …“ Im Examen möchte der Professor ihm endlich eine Frage stellen, auf die er nicht „seine“ Antwort geben kann. Er fragt: „Herr Student, Sie werden zu einer Nottaufe gerufen, haben aber nur eine Suppe zur Verfügung. Können Sie damit taufen?“ Darauf der Prüfling: „Ach, wissen Sie, da gibt es zwei Möglichkeiten: Wenn es eine Suppe ist wie in der Mensa, dann kann ich damit taufen. Wenn es aber eine Suppe ist wie bei Herrn Professor zu Hause, dann kann ich damit nur die letzte Ölung machen.“

Reinfall

„Nun, Opa, wie gefällt dir das Hörgerät, das ich dir zu Weihnachten geschenkt habe?“, fragt Hugo. Der Opa meint: „Es funktioniert überraschend gut. Ich habe schon dreimal mein Testament geändert.“

Weihnachtsatmosphäre

Im Religionsunterricht fragt der Pfarrer: „Na, was sollten die Hirten tun, wenn sie von der Krippe nach Hause kommen?“ Antonia meldet sich: „Den Christbaum schmücken!“

(Quelle: Das neue Hausbuch des christlichen Humors. Witze & Anekdoten. St. Benno-Verlag, Leipzig. ISBN 978-3-7462-4655-0, www.st-benno.de (link is external)/Bild: Sarah Frank in pfarrbriefservice.de)

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Die Adventszeit ist Hoffnungszeit

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Pater August Hülsmann SCJ (Kloster Neustadt) erklärt im Gespräch, worum es im Advent aus christlicher Sicht geht: Ruhe und Besinnung ja, aber auch um den Blick auf die Zukunft und eine Hoffnung, die das Leben verändert.

Pater Hülsmann, mit dem ersten Advent beginnt die „stille Zeit“. Für viele von uns ist es aber eine besonders stressige Zeit. Worauf führen Sie das zurück?

Pater Hülsmann: Weihnachten ist ein Fest, das uns ans Herz geht: Gott wurde Mensch in einem Kind, das in Bethlehem geboren wird und unsere Situation annimmt, uns nahekommt. Dies bedeutet eine Freude, die man sich untereinander zuteil werden lassen will, man will sich Freude schenken. Daraus ist der Geschenkbrauch entstanden, doch hat das solch eine Wichtigkeit erlangt, dass viele nur noch das Schenken sehen. Der ursprüngliche Sinn wird verdeckt unter der Hektik und dem Stress, der damit verbunden ist.

Hinzu kommt: Heute ist es ein „Muss“, dass jeder Betrieb und jeder Verein eine so genannte „Weihnachtsfeier“ veranstaltet – obwohl noch nicht Weihnachten ist. Eine Veranstaltung jagt die nächste, man eilt von Termin zu Termin – und das ist nicht der Sinn des Advents.

Was ist der Sinn des  Advents?

Pater Hülsmann: Wir alle spüren ja, etwas ist anders als sonst. Advent bedeutet „Ankunft“, „Ankommen“. Wir erinnern uns an die Ankunft Christi vor 2000 Jahren. Damals lag ein bestimmtes Sehnen und Hoffen in der Welt: Man hoffte in Palästina auf einen Erlöser, möglicherweise einen politischen Befreier – einen Retter. Somit ist es einerseits ein Fest der Erinnerung, andererseits ein Fest, das nach vorne schaut: Er wird wiederkommen.

Es ist interessant: Die Bibel hört auf mit der Apokalypse, und deren letzte Worte sind: „Komm, Herr, komm!“ Darauf sollten wir uns besinnen. Wir sollten an das Ende denken, das aber mit einer gewissen Hoffnung und Zuversicht verknüpfen, und auch viele Dinge in der heutigen Welt, die uns bedrücken, in diesem Licht sehen: in der Hoffnung auf die Wiederkunft Christi.

Mit dem ersten Advent beginnt ein neues Kirchenjahr. Was bedeutet das für die Gläubigen?

Pater Hülsmann: Ich bin der festen Überzeugung, dass dieser Rhythmus für uns sehr wichtig ist: Wir sollen uns das Leben Jesu vor Augen halten, und dazu gehört, das Kirchenjahr mit all seinen Festen mitzugehen. Weihnachten ist das Fest der Liebe des Vaters, der seinen Sohn in die Welt gesandt hat, Ostern das Fest des Sohnes, der sich hingegeben hat und von den Toten auferstand, Pfingsten das Fest des Heiligen Geistes, der uns gesandt ist. Dann gibt es viele weitere Feste, die unseren Blick auf die Geheimnisse des Glaubens richten. Es tut uns gut, diesen Rhythmus zu leben, und dafür sollte man vor allem den Eingang zum neuen Kirchenjahr nicht verpassen. Der Advent ist eine wunderbare Gelegenheit: Es entspricht dem Rhythmus des Menschen, einen „Vorlauf“ für die großen Feste des Jahres zu haben.

In den Lesungen der Adventssonntage wird deutlich, dass der Advent Erinnerung und Erwartung ist: Erst ab dem zweiten und dritten Sonntag erinnern wir uns an das, was damals geschah. Wir gedenken Marias und Johannes des Täufers. An den Sonntagen zuvor blicken wir auf das Ende der Welt und die Wiederkunft Christi. Als Kinder haben wir unseren Blick nur auf die Geburt Christi gerichtet. Aber es geht um eine Hoffnung für die Zukunft: dass auch wir heute noch in einer Erwartung stehen, in Erwartung seiner Wiederkunft.

Dadurch verändert sich nicht nur der Blick auf den Advent, sondern auf das Leben. Wie empfinden Sie das?

Pater Hülsmann: Für mich ist das bei den Sorgen um die Probleme der Welt – Klimawandel, Ausbeutung der Erde, Schuldenaufbau, und vieles mehr – ein Trost zu wissen: Er gibt uns von außen her Zukunft und Hoffnung.

Haben Sie eine Empfehlung, wie man etwas davon im Advent in seinen „Alltag“ holen kann?

Pater Hülsmann: Für mich wunderschön: die vier Kerzen auf dem grünen Adventskranz, jede einzelne. Es ist nicht sinngemäß, wenn schon Wochen vor Weihnachten hell erleuchtete Bäume aufgestellt werden. Christus, das Licht, das in die Welt kommt, feiern wir erst an Weihnachten. Auch Weihnachtsgeschichten und Adventslieder können helfen, sich auf das Wesentliche zu besinnen. Im Kloster bieten wir Meditationen an, in denen wir offen werden für die immer neue Menschwerdung des Herrn in uns.

Etwas, das Sie auch zuhause tun können: Jeden Tag ein paar Minuten früher aufstehen, die Hand vor dem Verlassen des Hauses auf die Klinke legen und fragen: Was erwartet mich heute? Was erwarte ich? Und ein kurzes Gebet sprechen: „Komm, Herr, komm!“

(Quelle: lorenzspringer medien/www.scj.de – Bild: Christel Tenelsen in pfarrbriefservice.de)

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Hamster-Rätselbild zum Erntedankfest

Auch der Feldhamster hat seine Ernte eingebracht. Er fängt schon im Sommer an, Getreidekörner zu sammeln und in seine unterirdische Vorratskammer zu tragen. Dieser kleine Bursche hamstert oft mehr als 15 Kilo Getreidekörner in seinem Bau. Auf dem Rätselbild hat er sich gut versteckt und eine Menge unterirdischer Tunnel gegraben. Welcher Eingang führt zum Hamsterbau?

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(Christian Badel, www.kikifax.com, in pfarrbriefservice.de)

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Komm herein!

Eine Geschichte, die unser Papst Franziskus erst möglich gemacht hat – nämlich das Wort Barmherzigkeit aus der Versenkung zu holen. Mithilfe von Tieren und einem heftigen Sturm wird erklärt, was barmherziges Verhalten ist.

„Horcht!“, sagt die Eichhörnchendame zu ihren Kindern, „ich glaube, es kommt ein großer Sturm!“ Sie schaut besorgt in den Himmel und drückt die Eichhörnchenkinder fest an sich. „So ein entsetzliches Brausen habe ich noch nie gehört“, wundert sich der Fuchs. Er spitzt seine Ohren und schnuppert misstrauisch in die Luft.

Der alte Igel blickt unruhig um sich. „Was für ein grauenhafter Wind heute!“, sagt er und stemmt seine winzigen Beinchen fest in den Boden. Die Eichhörnchendame hat recht: Es dauert nicht lange, bis ein Sturm durch Wälder und Wiesen fegt, heftig und furchtbar, wie man es noch nie erlebt hat. Blätter und Blumen wirbeln wild durch die Luft. Bäume brechen wie Zahnstocher.

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„Mein Nest fliegt davon!“, schreit die Amsel. „Unser Baumhaus auch!“, rufen die Eichhörnchen, „wo sollen wir hin?!“ Die Rehe und Hasen springen wie Heuschrecken von einem Platz zum anderen aus Angst vor den fallenden Bäumen. Die Schafe und Kühe liegen flach auf der Wiese und halten sich aneinander fest.

Die Mäuse trauen sich nicht aus ihren Löchern. Sogar der große Bär klammert sich an einen Felsen, um nicht weggeblasen zu werden. Und die Schmetterlinge und Bienen? Die Ärmsten! Die meisten von ihnen hat der Sturm fortgetrieben.

Wie eine Sintflut, so wütet der Sturm. Er reißt alles mit sich, was sich nicht wehren kann. Sogar an den Mauern der kleinen Burg, wo der alte Biber haust, rüttelt er mit seinen grausamen Armen. Doch die Burg ist stärker als der Wind.

„Wer klopft da draußen?“, fragt der Biber. „Ich bin‘s, Herr Hoppel!  Bitte lass mich rein“, jammert der Hase vor der Biberburg. „Komm herein!“, sagt der Biber. Er öffnet das Burgtor, und Herr Hoppel macht einen Riesensprung.  – Nichts wie hinein in die schützende Burg! „Danke!“, sagt Herr Hoppel und setzt sich erleichtert auf den Boden. Er zittert wie verrückt. „Ruh dich bei mir aus! Hier bist du sicher! “, sagt der Biber.

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Doch schon klopft es wieder: „Bitte lass uns hinein!“, rufen die Eichhörnchen. „Kommt herein!“, sagt der Biber. Und gleich kommt der Nächste: „Bitte hilf mir!“, bettelt ein kleines Reh, „hier draußen packt mich der Wind! Ich bin zu schwach. Ich kann mich nicht wehren.“ „Komm herein!“, sagt der Biber, „die Burg wird dich schützen.“

„Lass bitte auch uns hinein!“, jammert ein Mäusepaar, „ein mächtiger Baum hat unsere Höhle verschüttet!“ „Kommt herein!“, sagt der Biber, „jeder braucht ein Zuhause.“

Jetzt pickt ein Huhn gegen das Burgtor. „Bitte mach auf! Der Sturm hat mich gegen einen Stein geschleudert. Ich bin verletzt“, gackert es. „Komm!“, sagt der Biber, „hier kannst du heil werden!“

Es ist kaum eine Stunde vergangen. Die Burg des Bibers hat sich ziemlich gefüllt.
So viele Gäste! So viele unterschiedliche Gäste!

„Mäh! Määäh!“, weint ein Lämmchen vor dem Burgtor. „Ich habe meine Mutter verloren! Der Sturm hat sie vertrieben!“ „Komm herein!“, sagt der Biber, „hier sollst du spüren: Du bist nicht allein.“ Und mit dem Lämmchen kommt auch eine Amselfamilie durch das Burgtor herein.
„Dürfen wir bleiben?“, fragen sie den Biber. „Ja. Kommt herein! Hier könnt ihr bleiben“, sagt der Biber. Dann kommen noch ein Esel und zwei Kühe, drei Schweinchen, ein Schwarm von Schmetterlingen, ein Pferd und ein Fuchs.

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Dicht gedrängt hocken die Tiere nebeneinander und lauschen dem Sturm. „Danke, Herr Biber!“, sagt der Fuchs, „ohne dich und ohne deine Burg wären wir verloren!“ „Ja. Danke!“, piepsen die anderen.

Da klopft es schon wieder. Es ist der große Bär. „Darf ich auch in deine Burg? Der Wind ist so kalt. Ich friere wie im tiefsten Winter.“  „Ja, komm herein!“, sagt der Biber. „Aber der Bär ist so riesengroß. Der nimmt uns den Platz weg!“, schreien die Schweinchen. „Jawohl! Und er braucht auch mehr zu essen als wir. Und wir alle sind hungrig!“, rufen die anderen. „Jetzt ist genug! Die Burg ist voll!“ „Ja, Herr Bär ist riesengroß. Aber seine Not ist nicht kleiner als eure Not!“, sagt der Biber. „Komm herein, lieber Bär, und wärme dich! Wir werden zusammenrücken und Platz schaffen für dich.“

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Als sich der Bär gerade schüchtern zu den anderen setzt, da klopft es schon wieder. Besorgt schauen die Tiere zur Tür. „Nein! Jetzt geht wirklich nichts mehr!“, murmelt der Igel. Doch schon hören sie den Biber wieder sagen: „Ja! Komm herein!“ Es ist eine Schnecke. So schnell wie heute war sie noch nie unterwegs. Doch die Schnecke ist trotzdem immer die Letzte. „Na gut! Für eine Schnecke finden wir auch noch Platz!“, ruft der Hase, „was kann sie dafür, dass sie so langsam ist. Schnecke bleibt Schnecke!“

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Doch die Schnecke ist nicht die Letzte. Es klopft schon wieder. Als der Biber die Tür aufmacht, schrecken alle zusammen. Es ist der Wolf. Alle fürchten ihn. Alle wissen, wie grausam der Wolf zu den Hühnern und Hasen und zu den Eichhörnchen und Rehen ist. „Nein! Der nicht! Auf keinen Fall! Nein! Der ganz bestimmt nicht! Der Wolf muss draußen bleiben!“, schreien die Tiere aufgeregt durcheinander. „Doch! Auch für dich ist hier Platz!“, sagt der Biber zum Wolf, „warum bist du nicht früher gekommen?“ „Weil ich nicht gut zu den anderen war. Und weil mich niemand mag“, sagt der Wolf.

„Du bist herzlich willkommen: Komm herein!“, sagt der Biber.

(Zeichnungen: Sonja Häusl-Vad/Geschichte: Sigrid Zmölnig-Stingl –  Quelle: Kath. Kinderzeitschrift Regenbogen in pfarrbriefservice.de)

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Witziges

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Missglückter Beistand

Ein Rabbiner wird vor einer Kirche von einem Auto überfahren. Der katholische Geistliche kommt rausgerannt, beugt sich über den Rabbiner und sagt: „Sag, glaubst du an Gott, Jesus und den Heiligen Geist?“ Röchelt der Rabbiner: „Ich sterbe, und er gibt mir Rätsel auf.“

Menschliches Leben

Ein katholischer Priester, ein evangelischer Pfarrer und ein Rabbiner unterhalten sich über den Beginn menschlichen Lebens. Für den Priester ist klar: „Menschliches Leben beginnt mit der Zeugung!“ Der evangelische Pfarrer wirft ein: „Das ist sicher richtig – doch unter Umständen müssen hier auch die Situation der Mutter oder weitere Fragestellungen berücksichtigt werden.“ Da sagt der Rabbi: „Nu, mag alles sein. Aber ich kann Euch sagen – a menschliches Leben fängt an, wenn sind de Kinderchen aus dem Haus …“

(Quelle: Das große Buch des christlichen Humors. Witze, Anekdoten & Geschichten. St. Benno-Verlag, Leipzig. Bestellnr. 9783746234427, www.st-benno.de (link is external). Grafik: Sarah Frank in pfarrbriefservice.de)

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Die Oster-Passion als Lego-Bildergeschichte

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(Bildergeschichte © Stefan Keichel in pfarrbriefservice.de)

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Fasten-Rätsel

Aschermittwoch, AschenkreuzWie gut kennst du dich mit der Fastenzeit aus? Beantworte die Fragen und trage sie in die Kästchen ein. Wenn du nicht weiter weißt, frage deine Eltern oder deine Religionslehrerin.

Senkrecht:
1) Wie heißt der Sonntag, mit dem die Karwoche beginnt?
2) Wie heißt der Donnerstag vor Ostern?
3) Wie viele Tage dauert die Fastenzeit?
4) Welches Fest feiern wir nach der Fastenzeit?

Waagrecht:
1) Wie wird der Mittwoch genannt, mit dem die Fastenzeit beginnt?
2) Auf welchem Tier ist Jesus geritten, als er in Jerusalem einzog?
3) Jesus starb am K… für uns.
4) Mit der Auferstehung hat Jesus den T… besiegt.

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Lösung
Senkrecht:
1) Palmsonntag
2) Gründonnerstag
3) vierzig
4) Ostern

Waagrecht:
1) Aschermittwoch
2) Esel
3) Kreuz
4) Tod

 (Quelle: Kath. Kinderzeitschrift Regenbogen, Nr. 27, 08. März 2015, www.kinder-regenbogen.at./Bild: Klaus Herzog in pfarrbriefservice.de)

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Spielideen für eine lustige Karnevalsfeier

Kostüm-Modenschau
Veranstaltet eine lustige Modenschau, zu der ihr auch Gäste einladen könnt. Kramt in Kleiderschränken, Spielkisten, Karnevalskoffern oder Truhen! Bestimmt findet ihr brauchbare Verkleidungen: Tücher, Kleider, Hemden, Hüte … Auch aus Zeitungen kann man etwas Tolles basteln.
Stellt Kostüme zusammen und denkt euch lustige Namen dafür aus. Einer von euch ist der Moderator: Er präsentiert eure Modeschöpfungen mit pfiffigen Sprüchen.

Schokoladenwettessen
Ihr nehmt eine Tafel Schokolade und verpackt sie in mehrere Schichten Zeitungspapier. Außerdem braucht ihr noch Schal, Mütze, Handschuhe, einen Würfel, Messer und Gabel. Dann setzt ihr euch um einen Tisch und los geht es! Die wichtigste Spielregel ist: Wer eine „6“ würfelt, darf ein Stück Schokolade essen – wenn er rankommt. Er muss sich schnell Schal, Mütze und Handschuhe anziehen und dann mit Messer und Gabel die Schokolade bearbeiten – erst einmal auspacken und später dann Stücke abschneiden und essen.
Währenddessen würfeln alle anderen weiter. Wenn der nächste eine „6“ hat, ist er natürlich dran: Da heißt es, schnell sein.

Ziehharmonikamalen
Jeder bekommt ein Blatt Papier. Zuerst malen alle einen Hut auf das Papier. Das Papier wird so umgeknickt, so dass man den Hut nicht sieht. Dann gibt jeder sein Blatt Papier an den linken Nachbarn. Der malt einen Kopf, knickt wieder um und gibt es seinem linken Nachbarn. So geht es immer weiter: Hals, Körper mit Armen, Beine, Füße. Wenn ihr bei den Füßen angekommen seid, werden die Blätter aufgefaltet. Ihr werdet staunen, was für seltsame Typen da entstehen!

Figurenraten
Einer von euch ist eine berühmte Persönlichkeit – Asterix, Mickey Mouse, Franz Beckenbauer oder … Das wissen aber nur die anderen. Er selbst hat eine Mütze auf, auf der der Name steht. Das sehen natürlich alle – außer ihm. Er muss nun Fragen stellen und so herausbekommen, wer er ist. Schwieriger wird es, wenn nur Fragen gestellt werden dürfen, die mit Ja oder Nein beantwortet werden.

Gebet
Jesus, danke, dass wir fröhlich feiern können. Danke für die Karnevalszeit, wo wir uns verkleiden und Quatsch machen können. Schenke uns viele fröhliche Momente. Lass uns spüren, dass wir in deiner Nähe wirklich glücklich sein können. Amen.

(Anne Rademacher/Ayline Plachta: Der Bibel-Kalender für Sonntagsmaler 2013 für jeden Sonn- und Feiertag, ISBN 978-3-7462-3270-6 , 7,95 €, www.st-benno.de – Abdruck mit freundlicher Genehmigung der St. Benno Buch- und Zeitschriftenverlagsges. mbH Leipzig/Bild: Ursula Harper, St. Benno-Verlag in pfarrbriefservice.de)

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Ein Schutzengel für Max

Max und sein Schutzengel sind ein prima Team.

Doch in die Kopie des Bildes haben sich sieben Fehler eingeschlichen.

Findest du sie? Viel Spaß beim Suchen!

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Daria Broda, www.knollmaennchen.de, In: Pfarrbriefservice.de

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Ein Adventsfenster zum Ausmalen

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Annas Advent

Kennt ihr Anna? Nein? Dann will ich euch von ihr erzählen:

Anna ist 16 Jahre alt. Aber als sie ihren ganz besonderen Advent erlebte, da war sie 6. „Mama, ich wünsch´ mir eine Puppe. Lena hat eine neue Puppe und ich will auch eine!“ Und weil Anna gerade ‚große Schwester’ geworden war, und weil sie darum bestimmt gut mit Mama zusammen Babys wickeln konnte und Kinderwagen fahren und so, und weil außerdem bald Weihnachten war, wegen all dem fand Mama das einen wirklich guten Wunsch.

Und dann fand Mama, dass Anna sich die Puppe selber aussuchen sollte, denn schließlich sollte es ja Annas Baby sein. Also fuhren sie eines Samstags morgen im Advent zum Spielzeugladen.

„Die da!“, sagte Anna nach kurzem Blick in die Auslage, „die ist es, das ist Kevin.“ Die Verkäuferin nahm eine wirklich süße kleine Jungenpuppe aus dem Regal: mit weichen braunen Haaren, mit braunen Augen, die ein winziges bisschen schielten, und mit einem kleinen Marienkäfer auf der linken Hand. „Da hat ihre Tochter aber einen wirklich guten Geschmack. Nicht ganz preiswert, diese Puppe. Es ist ein Künstlerstück. Wollen Sie denn so viel anlegen?“ Mit einem kritisch-mitleidigen Blick schaute die Verkäuferin auf Mama, die mit ihren Kindern im Schlepptau wirklich nicht aussah wie eine, die sich das leisten konnte. Die Puppe gab sie darum vorsichtshalber gar nicht erst aus der Hand.

„Hm, da muss ich aber schlucken“, sagte Mama, nahm die Puppe ehrfurchtsvoll aus der Hand der Verkäuferin.
„Schau doch einmal die anderen an, dieses Schlummerle hier, oder diese, die Baby Born.“ Mit Rücksicht auf das Geld der Mama versuchte die Verkäuferin, Anna auf andere Puppen aufmerksam zu machen.

Es kam, wie´s kommen sollte: obwohl noch zwei andere Spielwarengeschäfte angeschaut wurden, und obwohl auch Oma und Opa und Omi ‚mitschenken’ müssten, und obwohl Anna bestimmt zu Weihnachten nichts anderes als diese Puppe bekommen würde: Anna wollte nur ihn, ihren Kevin.

Und dann begann das, was ich ‚Annas Advent’ nenne: noch nämlich war die erste Adventwoche. Und Kevin sollte ja ein Weihnachtsgeschenk sein. Also musste er bis Weihnachten noch weggepackt werden. Anna musste schon schwer gegen die Tränen ankämpfen, als sie mit Mama zusammen einen ‚Brutkasten’ für Kevin baute: mit Kissen aus dem Puppenwagen, mit einem Schnuller – ausgeborgt vom Babybruder und mit einem langen dicken Kuss für Kevin, bis Mama ihn in Verwahr nahm.

Einmal in der Woche durfte Anna ihren Kevin nun für fünf Minuten besuchen. Und sie hat allen schon von ihrem Kevin erzählt, an den sie ganz viel denkt und für den sie schon manches vorbereitet, der schon da ist, aber nicht so ganz, und den sie einmal in der Woche besucht. Und der nun bald ganz bei ihr sein und bei ihr bleiben wird.

Übrigens war Kevin dann wirklich Annas einziges Weihnachtsgeschenk. Aber Mama hatte noch Kleider genäht und Oma Strampler gestrickt, die Omi ein Puppenfläschchen besorgt und der Papa ein Bett gebaut.

Kevin ist heute noch bei Anna. Sie spielt natürlich nicht mehr mit ihm Mutter und Kind. Aber er ist in ihrem Zimmer. Bei den Hausaufgaben hockt er auf dem Schreibtisch und beim Flöten lauscht er unterm Notenständer. Er ist und bleibt etwas Besonderes, nicht, weil er so teuer und wertvoll war, sondern, weil er so ersehnt wurde und so geliebt wird. Und Anna sagt, damals, das war ihr schönster Advent und ihr schönstes Weihnachtsfest.

Damals hat Anna eine Menge über die Bedeutung des Advent erfahren:
– So wie Anna drei Wochen lang auf ihren Kevin gewartet hat, so warten wir Christen auf das Wiederkommen Jesu Christi.
– So wie Anna wusste: Kevin ist schon da, aber noch nicht so ganz, so denken wir Christen im Advent daran, dass Jesus schon einmal unter den Menschen gelebt hat und eines Tages wiederkommen wird.
– So wie Anna sich auf ihren Kevin und für ihn vorbereitet hat, so gibt uns der Advent Zeit und Gelegenheit, uns auf diese neue Menschwerdung Gottes vorzubereiten.
– So wie Anna auf viele weitere Geschenke verzichten konnte, weil ihr der Kevin so wichtig war, so erinnern wir Christen uns im Advent daran, darüber nachzudenken, was uns im Leben wirklich wichtig sein sollte.

(Bild: Ursula Harper/St. Benno-Verlag, Leipzig/Text:Elfi Goebel in pfarrbriefservice.de)

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Ein Freund der Kinder – Das Leben des heiligen Nikolaus

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Nikolaus ist ein sehr beliebter Heiliger. Viele verehren ihn, besonders die Kinder.

Der Heilige war der Sohn braver und gütiger Leute. Die Eltern erzogen ihn sehr fromm und schickten ihn auf eine gute Schule. Ein Onkel, der Bischof war, weihte ihn zum Priester. Als seine Eltern starben, verteilte er alles, was er erbte, unter den Armen. Bald darauf wurde er Vorsteher in einem Kloster. Sein Onkel hatte das Kloster gebaut. Nikolaus leitete es gut und weise. Nach dem Tod des Onkels wurde Nikolaus Bischof von Myra in Kleinasien. Das war damals eine schwere Aufgabe. Viele Christen wurden von dem heidnischen Kaiser Diokletian verfolgt. Trotzdem verbreitete Nikolaus mutig den Glauben an Christus. Bischof Nikolaus war ein sehr gütiger Mensch. Er half vielen armen Menschen. Besonders kümmerte er sich um die, die in Not und Gefahr waren. Viele Legenden erzählen davon. Einmal half er Seeleuten auf dem Meer. Ihr Schiff war durch Wasser und Wind in Not geraten. Nikolaus rettete die Matrosen vor dem Ertrinken. Als sich diese bei ihm bedanken wollten, sagte er: „Nicht ich, sondern euer Glaube und Gottes Gnade haben euch geholfen.“ Drei Soldaten des Kaisers bewahrte Nikolaus vor dem Tod. Es wurde ihnen vorgeworfen, sie hätten den Kaiser verraten. Sie sollten deswegen hingerichtet werden. Der Heilige erschien dem Kaiser im Traum und hielt ihm sein Unrecht vor. Da durften die Soldaten am Leben bleiben. Auch drei Mädchen half der heilige Nikolaus. Ihr Vater hatte kein Geld, um sie zu ernähren. Da wollte er sie auf die Straße schicken. Hier sollten sie Geld verdienen. Nikolaus hatte Mitleid und warf den Mädchen in drei Nächten drei Beutel mit Goldstücken durchs Fenster. Wenig später konnten die Mädchen heiraten. So gütig war also der heilige Nikolaus. Noch heute bitten Menschen um seine Hilfe. Durch Spiele und Geschichten bleibt er in lebendiger Erinnerung. Sein Festtag ist der 6. Dezember.

(Reinhard Abeln Quelle: Georg Austen, Elsbeth Bihler, Matthias Micheel (Hg.): Nikolaus, komm in unser Haus. Werkbuch für Familie, Kindergarten und Schule. Lahn-Verlag, Bonifatiuswerk 2008 – 3794 nikolaus farbig – in pfarrbriefservice.de)

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Allerheiligen am 01. November 2015:  Ein Fest für kleine und große Heilige

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Heilige sind Menschen, durch die die Sonne scheint – Eine Geschichte für Kinder

Heilige des Alltags

Heilige des Alltags

Günter ging mit seiner Mutter durch die Stadt. Sie kamen an der großen Kirche vorbei. Günter sah nach oben und meinte: „Mama, sieh mal, die Fenster sind ja ganz schmutzig!“
Die Mutter sagte nichts, sondern nahm Günter bei der Hand und ging mit ihm in die Kirche hinein. Hier waren die Fenster, die von außen ganz grau und schmutzig aussahen, plötzlich strahlend bunt und leuchteten in den hellsten Farben.
Da staunte Günter, und er schaute sich die Fenster genau an. Vorne über dem Altar war ein besonders schönes Fenster. Viele Menschen in bunten Kleidern waren da zu sehen. Durch eine Figur strahlte gerade die Sonne hindurch, sodass sie besonders hell erschien. Günter fragte: „Mama, wer ist denn das?“ – „Da vorne“, antwortete die Mutter, „das ist ein Heiliger. Es ist der heilige Martin.“ Das hatte sich Günter gut gemerkt. Ein paar Tage später fragte die Lehrerin, Frau Müller, die Kinder im Religionsunterricht in der Schule: „Weiß jemand von euch vielleicht, was ein Heiliger ist?“ Da war großes Schweigen in der Klasse. Nur Günter sprang auf und sagte: „Ich weiß es: ein Heiliger, das ist ein Mensch, durch den die Sonne scheint.“

(Heinrich Engel – aus: Rolf Krenzer, Robert Haas, Matthias Micheel: Himmelswege. Geschichten und Lieder von Heiligen und Helden. Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken, Diaspora-Kinderhilfe/ Grafik: Heilige des Alltags © Sarah Frank – in pfarrbriefservice.de)

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Wir feiern am 04. Oktober unser Erntedankfest

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Erntedankfest

Liebe Kinder,

alle Evangelisten erzählen davon, wie Jesus Menschen gesund macht. Ihr wisst es schon: So beginnt Gottes Königreich. Jesus hilft den Menschen, die ihm vertrauen. Was danach passiert, wird nicht oft erzählt. Heute hört ihr davon. Aber eigentlich könnt ihr euch denken, was da passiert: Wenn Jesus einem hilft, ist man froh. Und dann versucht man, ihn noch einmal zu treffen. Denn man will ihm ja danken. Und danach lebt man bestimmt anders. Eben für Jesus. Das ist doch klar – oder? Schaut und hört, was Lukas erzählt:

Aus dem Evangelium

Einmal kamen Jesus zehn Menschen entgegen, die eine schlimme Hautkrankheit hatten. Deshalb durften sie nicht mit anderen Menschen zusammen leben. Sie sahen Jesus und rie¬fen: „Jesus, Meister, hab Erbarmen mit uns und hilf uns!“ Jesus sagte: „Geht weg von hier. Geht zu den Priestern, damit sie nachsehen, ob ihr gesund seid.“ Sie gingen los, und dabei verschwand die Krankheit. Einer von ihnen kehrte um. Er merkte, dass er gesund war, und lobte Gott. Dann kam er wieder zu Jesus, warf sich vor ihm auf die Knie und bedankte sich bei ihm. Jesus sagte: „Es waren doch zehn Kranke. Wo sind die anderen? Ist nur ein einziger umgekehrt? Ist es nur einem eingefallen, Gott zu ehren?“ Und er sagte zu dem Mann: „Steh auf! Geh los! Dein Glaube hat dir geholfen.“ (nach Lk 17,11–19)

Warum feiern wir Erntedank?

Menschen, die von der Landwirtschaft leben, wissen gut, dass es nicht selbstverständlich ist, dass etwas wächst. Damit Getreide und Früchte wachsen, müssen Bauern viel tun. Aber sie können nicht alles tun: Das Wetter zum Beispiel beeinflusst die Ernte. Deshalb ist es gut, Gott für die Ernte zu danken. Auch wenn man Essen im Supermarkt kaufen kann: Es ist nicht selbstverständlich, dass wir etwas zu essen haben.

(aus: Anne Rademacher/Ayline Plachta: Der Bibel-Kalender für Sonntagsmaler 2013 für jeden Sonn- und Feiertag, ISBN 978-3-7462-3270-6, 7,95 €, www.st-benno.de – Abdruck mit freundlicher Genehmigung der St. Benno Buch- und Zeitschriftenverlagsges. mbH Leipzig) (Foto: Erntedankfest © Martin Manigatterer in pfarrbriefservice.de)

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WITZIGES – WITZIGES – WITZIGES – WITZIGES

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Rechte Planung
Ein Tourist bewundert die gepflegte Dorfkirche. Doch sie scheint ihm für das große Dorf ein wenig zu klein. Der Küster erklärt: „Wenn alle reingehen, gehen nicht alle rein. Aber da nicht alle reingehen, gehen alle rein.“

Sizilien ist eine Reise wert
Bergbegeisterte Touristen haben den Ätna erklommen und stehen am Rande des Kraters. „Mein Gott“, sagt ein Amerikaner zu seiner Frau, „das sieht ja aus wie in der Hölle.“ Da stößt ein Schweizer seinen Freund an: „Die Amerikaner kommen auch überall rum!“

Zollkontrolle
Auch der Pilgerbus aus Lourdes mit seinen frommen Insassen kommt nicht an der Zollkontrolle vorbei. Dem Zöllner kommt es seltsam vor. Die Pilger haben alle eine oder mehrere Flaschen bei sich mit dem Aufkleber „Lourdeswasser“. Er nimmt eine Stichprobe vor, schraubt eine Flasche auf und riecht: „Das ist doch bester französischer Cognac!“ Ruft Herr Meier ganz entzückt: „O Gott, Herr Pfarrer, schon wieder ein Wunder!“

Heiliger Ort
Seekadett Müller soll die Position des Schiffes bestimmen. Er peilt mit seinem Sextanten die Sonne an, rechnet lange und meldet dem Kapitän in strammer Haltung Längen- und Breitengrad. Da nimmt der Kapitän seine Mütze ab und faltet die Hände zum Gebet. Der Kadett fragt ganz verwundert: „Seit wann wird in der Marine gebetet, wenn das Besteck gemacht ist?“ Unerschüttert antwortet der Kapitän: „Sie haben wohl noch gar nicht bemerkt, dass wir uns nach Ihrem Besteck direkt im Petersdom befinden.“

Er kann es
Drückend heiß ist es in der Schwäb’schen Eisenbahn. Der Mann, der dem Franziskaner gegenüber sitzt, zieht seine Jacke aus und grinst diesen an: „Das können Sie leider nicht, Hochwürden!“ Der Franziskaner verlässt kurz darauf das Abteil und kehrt mit seiner Hose über dem Arm zurück. Er lächelt sein Gegenüber an: „Und das können Sie nicht!“

Italienische Beichte
Tünnes reist nach Rom. Als er die vielen Kirchen besucht, muss er doch an seine vielen Sünden denken. Er sucht deshalb nach einem deutschen Beichtvater und ist froh, als er in einer großen Kirche einen Beichtstuhl mit dem Hinweis „Deutsch“ entdeckt. Er kniet nieder und beginnt: „Sinjore …“ Der Priester unterbricht ihn: „Wenn Sie auf Italienisch beichten wollen, müssen Sie in einen anderen Beichtstuhl gehen.“ Tünnes beginnt erneut: „Sinjore …“ Der Priester, nun schon ungeduldig: „Ich habe Ihnen doch gesagt, Sie müssen in einen anderen Beichtstuhl gehen, wenn Sie auf Italienisch beichten wollen.“ Darauf Tünnes ungehalten: „Nu losse Se moch doch emal usrede! Sin Johre her, dass ich dat letzte Mal gebicht han …“

Seltsame Gottheit
Das Ehepaar Strobel macht zum ersten Mal Urlaub in Indien und staunt über die zahlreichen Götterfiguren. Ratlos stehen die beiden vor einem Standbild der Göttin Durga, die mit zehn geöffneten Händen dargestellt ist. Nach einigem Nachdenken glaubt Herr Strobel zu wissen, um wen es sich handelt: „Das muss die Göttin der Steuerbeamten sein!“

Quelle: Das neue Hausbuch des christlichen Humors: Witze, Anekdoten, humorvolle Predigten, St. Benno-Verlag, 320 Seiten, gebunden mit Lesebändchen, ISBN 9783746225920, 9,95 EUR, www.st-benno.de. Aus: www.pfarrbriefservice.de Coverdownload: http://www.st-benno.de/shop/images/xl/025920.jpg – (Foto: Mädchen prustend © Peter Weidemann – pfarrbriefservice.de)

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Mit den Händen etwas tun

Aus einem Ferienhirtenbrief von Bischof Joachim Wanke, Erfurt, an die Kinder

Liebe Mädchen und Jungen,

jetzt ist es wieder soweit: Das Schuljahr geht zu Ende. Endlich Ferien!

Für die Ferienzeit möchte ich euch einige Tipps mitgeben. Sie sollen helfen, damit ihr in den Ferien Gott nicht vergesst. Dabei hilft mir die Heilige Elisabeth. … Damit ihr euch meine Hinweise gut merken könnt, braucht ihr eure Hände. Nicht zum Abzählen, sondern einfach zum Ansehen und Mitmachen.

In den Ferien können sich eure Hände ein wenig ausruhen. Sie müssen nicht in Schulbüchern blättern, keine Diktate schreiben oder Matheaufgaben lösen. Ihr habt viel Zeit, mit den Händen andere Dinge zu tun: Ball spielen, Fahrrad fahren, schwimmen, spannende Bücher in die Hand nehmen und viele andere Dinge. Vielleicht probiert ihr in den Ferien manches aus, wofür ihr sonst keine Zeit habt.

Eure Hände könnt ihr gut zum Spielen gebrauchen. Das hat Elisabeth auch getan. Und manchmal hat sie einfach Pause gemacht. Das könnt ihr auch!

Hände kann man falten. Damit zeigt man: Ich will aufmerksam sein. Nichts soll mich ablenken. Ihr könnt es gleich ausprobieren. Faltet die Hände, vielleicht macht ihr sogar die Augen zu. Dann könnt ihr beten: Jesus, gut, dass ich dich kenne. Ich will als Christ leben. Ganz leise kann dieses Gebet sein. Jesus hört es. Euch fällt bestimmt manches ein, was ihr ihm sagen könnt.

Beten ist eine gute Sache, gerade in den Ferien, wo ihr viel erlebt. Vergesst nicht, ab und zu dafür zu danken. Es ist gut, dass ihr eure Hände habt: zum Spielen und zum Beten.

Von Elisabeth können wir uns noch etwas Wichtiges abgucken: Die Hände gehören nicht uns allein. Manchmal sollen wir sie anderen anbieten. Wie das geht? Ganz einfach! Wenn du dich allein nicht traust – ich fass dich an. Das kann bei einer Nachtwanderung, aber auch sonst anderen helfen. Oder: Ich halte nicht fest, was ich habe – ich gebe dir etwas ab. Oder: Wenn du es allein nicht schaffst – ich packe mit an. So und noch in vielen Möglichkeiten könnt ihr eure Hände verschenken.

Vielleicht denkt ihr jetzt: Da brauche ich ja ganz viele Hände! Wie soll ich das alles schaffen? Schaut euch einmal den Priester beim Gottesdienst an. Manchmal breitet er da die Hände aus. Das ist ein Gebet! Es ist die Bitte, dass Gott die Hände füllt. Dass er uns Mut und Kraft und gute Ideen schenkt. So können wir wie Elisabeth anfangen etwas zu tun. Wir Menschen können mit Gott zusammen etwas bewirken – nicht nur die Erwachsenen, auch die Kinder! …

Für alles, was ihr mit euren Händen in den Ferien anfangt, wünsche ich euch Gottes Segen! Das Wichtigste, was ihr euch merken sollt: Gott hilft euch weiter, wenn ihr ihm eure Hände hinhaltet! Versprochen!

(Fotos: Hand mit Gänseblümchen © Friedbert Simon, Ab in den Urlaub © Franz Gleinser – in pfarrbriefservice.de)


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Fronleichnam

Zehn Tage nach Pfingsten feiern wir Fronleichnam. Dieses Wort heißt Leib des Herrn. An diesem Festtag feiern wir mit Jesus nicht in der Kirche, sondern der Leib Christi, das heilige Brot, wird in einer kostbaren Monstranz (= Schaugefäß) nach draußen getragen. Wir versammeln uns zu feierlichen Umzügen durch die Felder, Dörfer und Städte.

(Text und Grafik: Fronleichnam © Bianka Leonhardt / pfarrbriefservice.de)

 

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Neues Leben

Weißt du eigentlich, warum wir für das Osterfest Eier bunt bemalen und sie dann auch noch verstecken? Nimm einmal ein Ei aus dem Kühlschrank. Es fühlt sich hart, kalt und leblos an, genau wie ein Stein. Wird dieses leblose, kalte Ding jedoch in Liebe gehüllt, warm gehalten und ausgebrütet, dann schlüpft daraus ein kleines Küken. Mitten aus diesem „Grab“ bricht neues Leben hervor. So ist es auch bei der Auferweckung Jesu: Gottes Liebe schenkt neues Leben – für Jesus und alle Menschen.

Wir bemalen oder färben die Eier, um zu zeigen, dass dieses neue Leben ganz bunt und voller Freude ist. Nur ist die Sache mit der Auferstehung und dem neuen Leben gar nicht so einfach zu verstehen. Wie das neue (ewige) Leben beginnt, können wir nicht ganz genau sagen, sondern immer nur nach einer Antwort suchen. Ebenso wie wir unsere Osternester suchen.

 Zum Basteln und Spielen

Küken basteln

Eier gelb färben oder anmalen. Dann aus Papier Schnabel, Flügel und Schwanz ankleben. Die Füße besser aus Moosgummi schneiden, das hält besser.

Ostereier mit Ostermotiv

Gestaltet Ostereier mit dem Kreuz, dem Alpha und Omega und der Jahreszahl. Vielleicht findet ihr noch andere Symbole für neues Leben, die ihr auf das Ei malen könnt. Als Technik entweder Window-Color verwenden und aufs Ei kleben oder mit Wachskreide bzw. Wasserfarbe malen.

Eierkullern

Auf ein abgegrenztes Spielfeld werden Süßigkeiten verteilt. Mit einem hartgekochten Osterei könnt ihr sie euch erkullern. Das ist nicht so einfach, da das Ei unberechenbar rollt. Werfen gilt nicht!

 Osterreime

Reime suchen, in denen am Ende „ei“ vorkommt, z.B.: Bahn frei, Kartoffelbrei, heute geht’s ums Osterei. Diese Reime aufschreiben und die Silbe „ei“ durch ein gemaltes Osterei ersetzen.

 Aus der Bibel

Die Frauen, die zum Grab von Jesus gekommen waren, erschraken und blickten zu Boden. Die Männer aber sagten zu ihnen: Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Er ist nicht hier, sondern er ist auferstanden.   Die Bibel, Lukas 24,5f

Gebet

Jesus, du bist auferstanden. Wir freuen uns über Ostern. Wir glauben, dass auch unser Tod nicht das Ende sein wird. Lass uns fröhlich Ostern feiern. Lass uns dich nicht vergessen. Bleibe bei uns, damit wir froh sind. Amen.

 

(aus: Anne Rademacher/Ayline Plachta: Der Bibel-Kalender für Sonntagsmaler 2013 für jeden Sonn- und Feiertag, ISBN 978-3-7462-3270-6, 7,95 €, Abdruck mit freundlicher Genehmigung der St. Benno Buch- und Zeitschriftenverlagsges. mbH Leipzig – In: www.pfarrbriefservice.de)

 

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Ausmalbild zu Ostern

 

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Palmsonntag

Der Palmsonntag ist der Beginn der Karwoche. Wir hören das erste Mal die Leidensgeschichte Jesu. Am Palmsonntag zieht Jesus auf einem Esel in Jerusalem ein. Die Menschen in der Hauptstadt begrüßen und bejubeln ihn mit Zweigen in den Händen. Zur Erinnerung an dieses Fest segnet der Priester in der Palmprozession Palmbuschen, die die Leute mitbringen und damit Jesus ehren.

(Quelle: Kath. Kinderzeitschrift Regenbogen kinder-regenbogen.at, Grafik: Palmsonntag © Bianka Leonhardt – pfarrbriefservice.de)

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 Kreuzworträtsel zur Karnevals- und Fastenzeit

Das Lösungswort ist ein Tag, an dem eine Zeit des Feierns und Spaßhabens endet und eine ruhige Zeit beginnt. Wenn du wissen möchtest, wie dieser Tag heißt, musst du erst einmal herausfinden, welche Kostüme die Kinder zur Karnevalszeit an haben. Schreibe einfach das Kostüm in die richtige Reihe (waagerecht) und senkrecht lila hinterlegt, erscheint das Lösungswort. Viel Spaß!

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(Daria Broda, www.knollmaennchen.de in pfarrbriefservice.de)
(Geschminktes Mädchen © Peter Weidemann und Aschenkreuz © Klaus Herzog in pfarrbriefservice.de)

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Sternsingeraktion 2015

Schon gesehen und gespielt?

MISSION POSSIBLE ist der Titel des Onlinespiels für junge Sternsinger-Detektive. In Bethlehem, einer Sternwarte oder im kolumbianischen Medellín warten spannende Rätsel und knifflige Aufgaben. Im Spiel geht es darum, was Sternsinger mit den Heiligen Drei Königen zu tun haben. Auf die Plätze! Fertig? Klick bitte auf die Grafik:


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Eucharistie – Martin und Martina besuchen die Messe

Es ist Sonntagmorgen, als es klingelt. Martina öffnet die Tür. Ihr Freund Martin steht draußen und fragt: „Kommst du mit zum Fußballplatz? Mein großer Bruder Paul spielt heute dort!“ Martina schüttelt den Kopf: „Nein, ich gehe jetzt gleich mit meiner Familie in die Kirche zur Messe.“ Martin ist enttäuscht. „Aber wenn du willst, kannst du mitkommen“, lädt Martina ihn ein. Martin zögert erst, aber dann ist er einverstanden und alle zusammen gehen zur Kirche.

Als sie ankommen, sitzen schon viele Leute in den Bänken. „Ich war noch nie in einem katholischen Gottesdienst“, sagt Martin. „Was passiert denn jetzt hier?“ „Das kann ich dir erklären – wir haben das alles mit dem Pfarrer besprochen, weil ich doch dieses Jahr zur Erstkommunion gegangen bin!“, sagt Martina. „Was willst du denn wissen?“

Martin überlegt nicht lange: „Wieso sagst du ‚Messe’? Draußen an der Infotafel steht doch ‚Eucharistiefeier’, und was bedeutet ‚Erstkommunion’?“ – „Also der Reihe nach“, antwortet Martina. „’Eucharistiefeier’ und ‚Messe’ sind zwei unterschiedliche Worte für die gleiche Sache. ‚Eucharistie’ ist griechisch und bedeutet ‚danken’. Und ‚Messe’ kommt aus dem Lateinischen von ‚missio’, das heißt ‚Aussendung’. Wir sagen zum Gottesdienst ‚Messe’, weil am Ende der Pfarrer die Menschen segnet und sie an den Auftrag Jesu erinnert, der die Christen zu den Menschen geschickt hat, um ihnen von Gott zu erzählen.“

„Aha“, meint Martin nachdenklich, „und wieso bist du dann zur ‚Erstkommunion’ und nicht zur ‚Erstmesse’ gegangen?“ – „’Kommunion’ bedeutet ‚Gemeinschaft’, weil alle Christen auf der Welt zusammengehören. Aber erst wenn man alt genug ist, darf man zur Kommunion gehen. Das heißt, ich bekomme von diesem Tag an vom Pfarrer auch die Hostie und manchmal auch den Kelch mit Wein. Zur Messe bin ich ja auch schon vorher gegangen. Überhaupt kann jeder Mensch die Messe besuchen und mitfeiern“, erklärt Martina.

Der Wortgottesdienst

„Das wird ja immer komplizierter. Was ist denn eine ‚Hostie’?“ fragt Martin weiter. „Das wirst du nachher sehen – es ist eine besondere Art Brot und sieht so ähnlich aus wie eine Oblate, die man zum Plätzchenbacken nimmt“, sagt Martina. „Jetzt fängt der Gottesdienst gleich an, dann können wir nicht weiter reden. Dann werden Lieder gesungen und es wird aus der Bibel vorgelesen. Danach erklärt der Pfarrer in seiner Predigt, was die Geschichte aus der Bibel für unser Leben bedeuten kann, dazwischen werden viele Gebete gesprochen – manche beten wir auch alle zusammen“, erzählt Martina.

In dem Moment kommt der Pfarrer mit einigen Messdienern in die Kirche und geht zum Altar. Die Leute fangen an zu singen und alles passiert so, wie Martina es gesagt hat. Martin findet die Orgelmusik richtig feierlich, aber von der Predigt des Pfarrers versteht er nicht viel. Lieber betrachtet er sich die schönen Glasfenster.

Glaubensbekenntnis und Fürbitten

Dann ist der Pfarrer fertig und alle Leute stehen auf. Martin beeilt sich auch aufzustehen und flüstert zu Martina: „Wieso stehen wir jetzt schon wieder auf?“ Martina flüstert zurück: „Jetzt kommt das Glaubensbekenntnis – das ist fast das gleiche wie in der evangelischen Kirche – nur ein Wort ist anders! Wir stehen auf, weil das ein wichtiges Gebet ist und wir so zeigen, dass wir wirklich an Gott glauben und ihn ehren wollen.“ Martin ist beeindruckt und hört zu – auch bei den Fürbitten, bei denen Gott um Hilfe für verschiedene Sorgen und Menschen gebeten wird.

Die Eucharistiefeier

Als sie sich wieder hinsetzen wird ein Lied gesungen, und Martin nutzt die Gelegenheit, Martina zu fragen, was jetzt passiert. Martina erklärt: „Jetzt spricht der Pfarrer ganz besondere Gebete und dankt Gott für Brot und Wein und ganz besonders dafür, dass er seinen Sohn Jesus auf die Welt geschickt hat. Das ist nämlich der Grund, warum wir Eucharistie feiern. Wir sagen Gott Dank für Jesus Christus und dafür, dass Jesus am Kreuz gestorben und nach drei Tagen auferstanden ist.“ – „Aber was hat das mit Brot und Wein zu tun?“, will Martin wissen. „Jesus hat mit seinen Jüngern kurz vor seinem Tod gemeinsam zu Abend gegessen. Dabei hat er Gott für Brot und Wein gedankt und beides mit seinen Freunden geteilt. Dabei hat er ihnen gesagt, dass sie immer an ihn und seine Botschaft denken sollen. Deswegen sollen sie auch immer gemeinsam mit Brot und Wein feiern. Jesus hat ihnen auch versprochen, dass er dann immer bei ihnen sein wird. Daran glauben wir Christen bis heute und deshalb ist die Eucharistie für uns auch etwas ganz Besonderes!“, erklärt Martina stolz. Martin ist beeindruckt und muss über so viele neue Dinge erst einmal nachdenken.

Die Kommunion

Der Gottesdienst geht weiter und tatsächlich spricht der Pfarrer von Jesus und dem letzten Abendmahl und den Jüngern Jesu. Aber warum sagt er „Das ist mein Leib“, als er die Hostie hoch hält, und was meint er, wenn er sagt, „Das ist mein Blut“ – das kann ja kein echtes Blut sein, denkt Martin und nimmt sich vor, Martina nach dem Gottesdienst zu fragen. Sie ist nämlich gerade mit den anderen Leuten nach vorne gegangen, wo alle Leute eine Hostie bekommen. Als sie wieder zurückkommt, ist der Gottesdienst auch schon fast vorbei. Zum Schluss segnet der Pfarrer alle, und es wird noch ein Lied gesungen. Danach gehen alle aus der Kirche hinaus; draußen stehen viele Leute noch zusammen und unterhalten sich.

Die Bedeutung von Brot und Wein

Martin ist in Gedanken noch ganz bei dem Pfarrer und der Messfeier, er fragt Martina: „Ist das wirklich Blut in dem Kelch?“ – „Nein“, lacht Martina, „wir sind doch keine Kannibalen! – Der Pfarrer sagt das, um damit den Auftrag Jesu zu erfüllen, von dem ich dir erzählt habe. Jesus wollte, dass alle seine Jünger sich an ihn und an das letzte Abendmahl mit ihm erinnern und daran, dass er für die Menschen gestorben ist. Er hat ja sein Leben geopfert und sein Blut vergossen, als er am Kreuz gestorben ist.“ – „Aber der Pfarrer hat gesagt ‚mein Blut’ – und nicht ‚Jesu Blut’!“ sagt Martin hartnäckig. Da muss Martina auch einen Moment nachdenken – das ist ihr noch nie richtig aufgefallen.

Tante Sophia hat schon die ganze Zeit unbemerkt neben ihnen gestanden und mischt sich jetzt ein: „Guten Morgen, Martina, guten Morgen, Martin. Ich habe euch zugehört. Ja, das ist wirklich nicht einfach zu verstehen. Viele Erwachsene verstehen das auch nicht, aber ich kann versuchen, es euch zu erklären: Der Pfarrer ist in diesem Moment nicht nur der Pfarrer, sondern er ist Stellvertreter Jesu, das heißt, er handelt an Stelle von Jesus – also kann er auch sagen ‚mein Blut’, obwohl alle wissen, dass es um Jesu Blut geht und in dem Kelch Wein ist.“ Martina guckt nachdenklich: „Aber woher hat der Pfarrer das Recht, das als Stellvertreter von Jesus zu machen?“ – „Dazu ist er beauftragt“, erklärt Tante Sophia. „Er ist von einem Bischof zum Priester geweiht worden und damit hat er das Recht, als Stellvertreter Jesu die Eucharistie und die anderen Sakramente zu feiern. Das besondere an diesem Auftrag ist, dass er seit der Zeit Jesu immer weiter gegeben wird: Erst an die Apostel, und dann haben die Apostel besondere Männer damit beauftragt. Diese nannte man später Bischöfe und die haben wieder andere beauftragt und so weiter bis zu unserem Pfarrer, der jetzt gerade mit uns die Messe gefeiert hat.“ Martina staunt: „Dann hat der Pfarrer ja den Auftrag sozusagen direkt von Jesus! – Das wusste ich auch nicht.“ – „Ja, das stimmt“, meint Tante Sophia.

Martin guckt erschrocken auf seine Uhr „Jetzt muss ich schnell nach Hause. Meine Mutter wartet sicher schon auf mich!“, ruft er und läuft los. Auch Martina wird von ihrer Mutter gerufen und zusammen gehen sie nach Hause.

(Grafik Eucharistie © Sarah Frank – Text Eva Reuter © bistum-mainz glaubenspraxis  in pfarrbriefservice.de)

 

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Frostiges Ratespiel

Alle acht Schneemänner sehen sich ähnlich. Welchen beiden sind vollkommen gleich?

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(Grafik: Karin Cordes, Paderborn; Quelle: Heft „Die Sternsinger“ 4/2012, www.bonifatiuswerk.de. In: Pfarrbriefservice.de)

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Das Fest des heiligen Nikolaus

Am 6. Dezember feiern wir das Fest des heiligen Nikolaus. Er war Bischof in der Stadt Myra (liegt heute in der Türkei). Nikolaus hat versucht, wie Jesus zu leben. Er teilt, schenkt gerne her und liebt die Kinder ganz besonders. So schenken am Vorabend seines Festes Erwachsene für Nikolaus Kindern Nüsse und Obst. Sie erinnern an den Freund von Jesus.

(Quelle: Kath. Kinderzeitschrift Regenbogen, www.kinder-regenbogen – Grafik: Bischof Nikolaus Urheber © Bianka Leonhardt in Pfarrbriefservice.de)

 

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Advent

Mit dem Anzünden der ersten Kerze am Adventskranz fängt das Kirchenjahr an. Es beginnt eine geheimnisvolle Zeit. In dieser Zeit warten wir auf die Ankunft des Erlösers. Es ist Jesus, dessen Geburtstagfest wir zu Weihnachten feiern. Die Kerzen machen die dunkle Zeit hell.

Die grünen Zweige sagen uns: Bald fängt neues Leben an, bald ist Weihnachten da.

(Quelle: Kath. Kinderzeitschrift Regenbogen, Grafik: Adventskranz Urheber © Bianka Leonhardt/kinder-regenbogen – in: pfarrbriefservice.de)


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Ein König will Gott sehen

Im großen Dschungel lebt der Kö­nig der Tiere, der Löwe. Er regiert schon sehr lange. Aber irgend­wann beginnt er, alt und müde zu werden. Er will sterben. Er hat vom Leben genug.

„Schaut her“, sagt er. „Ich habe in meinem Leben alles erlebt, was man erfahren kann. Ich habe viel gesehen und gehört. Nur eines habe ich noch nie getan: Ich habe Gott nie gesehen. Er hat uns Tiere gemacht, den Dschungel, das Wasser, den Himmel und die Sonne. Für die Nacht hat er uns all die Sterne geschenkt, die uns durch das Dunkel leuchten. Das sind alles Dinge, die er gemacht hat. Aber ihn selbst habe ich nie erblickt.“

Deshalb befiehlt er allen seinen Untertanen: „Zeigt mir Gott!“

Die Geparden jagen durch den ganzen Dschungel. Sie finden Gott nicht. Die weisen Eulen grübeln und denken nach. Aber ihnen fällt kein Ort ein, wo Gott sein könnte. Alle Vögel fliegen in den Himmel und suchen Gott zwischen den Wolken. Auch dort ist er nicht zu finden.

Da kommt eine kleine, graue Maus daher. Sie hat den Befehl des Löwen gehört. Sie verbeugt sich vor seiner königlichen Ho­heit, dem Löwen: „Erlaube mir, deinen Wunsch zu erfüllen!“, sagt die Maus. „Gib Acht, kleine Maus! Wenn du mir Gott nicht zeigen kannst, bist du meine Vorspeise!“, antwortet der Löwe ihr hochnäsig.

Die Maus führt den Löwen auf einen Hügel. „Sieh in die Sonne!“, fordert sie den Löwen auf und deutet mit ihrer Spitznase auf den gelben Ball. Der Löwe blinzelt in das helle Licht. „Willst du mich blind machen? Das Licht ist für mich viel zu hell!“, sagt er.

„Siehst du“, meint das Mäuschen. Du schaffst es nicht, in die Sonne zu sehen. Sie ist nur ein kleiner Feuerball. Weißt du, wie viele es in der Weite des Universums gibt? Und du willst in Gottes Gesicht schauen? Du kannst deine Augen nicht einmal ein paar Sekunden in der Sonne offen halten!“ Der Löwe ist tief beeindruckt und denkt: „Dieses graue Tierlein, wie schlau es doch ist.“

 „Eine kleine Frage hätte ich noch“, antwortet der Löwe. „Wie ist Gott?“

 „Wenn du das wissen möchtest, dann musst du die Welt durch die Augen von Mäusen betrachten. Du als König der Löwen wirst für eine kurze Zeit das sehen, was wir kleine Tiere gesehen haben.“ Weil das Herz des Königs weich gewor­den ist, willigt er ein.

Das Mäuschen befiehlt dem Löwen: „Schließ deine Augen für einen Moment.“ Der Löwe tut, worum ihn die Maus gebeten hat. Als der Löwe sie wieder aufmacht, sieht er durch die Augen der Maus einen armseligen Stall. Eine junge Frau legt ein Neugeborenes in die Futterkrippe. Noch ein zweites Bild kann er sehen. Seine Augen erblicken ein großes, grob gezim­mertes Holzkreuz. Ein Mann wird ans Kreuz geschlagen. Neben ihm hängen zwei Verbrecher. Es ist Je­sus, der Sohn Gottes, der unschul­dig ans Kreuz genagelt wird.

Aus den Augenwinkeln des Löwen purzeln ein paar Tränen. In sei­nem Herz macht sich ein Glücks­gefühl breit. „Jetzt sehe ich Gott!“, sagt er und lächelt.

(Erzählung: Dagmar Kleewein/Kath. Kinderzeitschrift Regenbogen, Nr. 8 2014/2015, www.kinder-regenbogen.at – Grafik: Löwe und Maus © Kath. Kinderzeitschrift Regenbogen in pfarrbriefservice.de)

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Warum wir Sankt Martin feiern


Heute weiß das jedes Kind: Wer mit anderen teilt, verliert dabei nicht, sondern gewinnt dazu! Für die anderen kann die Hilfe lebensrettend sein, für sich selbst gewinnt man die Erkenntnis, das Richtige getan zu haben. Denn: Wäre man in der Rolle des Anderen, man hätte sich genau diese Hilfe erhofft! Und woher wissen das die Kleinen und sogar die Großen? Sie wissen das von einem, der es vorgelebt hat – dem heiligen Martin, der vor über 1600 Jahren lebte, als sich im riesigen Römischen Reich das Christentum durchzusetzen begann.

Der geteilte Mantel

Martin wurde um 316/317 im heutigen Ungarn geboren. Weil sein Vater Offizier war, musste auch er Soldat werden – damals war das so. Er war schon bald selbst Offizier und gehörte zur Garde, Elitesoldaten, die überallhin geschickt wurden, wo es gefährlich war. Um 334 war Martin in Amiens in Gallien, dem heutigen Frankreich, stationiert, wo die Germanen die Römer zu besiegen drohten. In dieser Zeit bereitete sich Martin auf den Empfang der Taufe vor, denn er war noch kein Christ. Und zu genau dieser Zeit passierte auch das, wovon heute noch Klein und Groß erzählen und singen: Als Martin an einem bitterkalten Winterabend zum Stadttor kam, traf er auf einen fast nackten und halb erfrorenen Bettler, an dem alle achtlos vorbeihasteten. Martin hatte kein Geld und kein Gut, um in dieser Not zu helfen. Aber er nahm kurz entschlossen seinen Militärmantel, einen warmen Wollumhang, und teilte ihn mit dem Schwert in zwei Teile. Die eine Hälfte gab er dem Bettler, der sich damit wärmen konnte.

Ein Traum

Wie immer gab es auch Leute, die über Martin und seinen halben Mantel lachten. Und auch seine Vorgesetzten machten ihm mächtig Ärger. Sie bestraften ihn wegen Beschädigung von Militäreigentum. Aber Martin nahm das hin, weil er wusste: Er hatte einem Menschen das Leben retten dürfen. Bis hierhin war das Ganze eine gute Tat. Aber es wurde noch zu viel mehr. Denn in der Nacht hatte Martin einen Traum. Ihm erschien Jesus inmitten seiner Engel. Und Jesus trug den halben Mantel Martins und zeigte auf ihn und sagte: „Martin, der noch nicht getauft ist, hat mich mit diesem Mantel bekleidet.“

Richtig gehandelt

Da begriff Martin, dass er richtig gehandelt hatte. Er hatte den Bettler so behandelt, wie er Jesus selbst behandelt hätte. Damit hatte er wie ein Christ gehandelt, der von Jesus selbst weiß: „Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan“ (Matthäus 25,40). Der Bettler war also Jesus selbst gewesen!

Tatkräftiger Bischof

Martin ließ sich taufen und trat bald aus der Armee aus und wurde Priester. Er baute als erster Christ in Gallien ein Kloster und sammelte Männer um sich, die wie er als Mönch leben wollten. Mit ihnen lebte er vor, wie ein Christ leben soll: persönlich anspruchslos, dem Nächsten gegenüber liebevoll und hilfsbereit, und als Mönch warb er für seinen Glauben. Als der damalige Bischof von Tours starb, sagten sich die Menschen: Es gibt keinen würdigeren Nachfolger als Martin. Aber die Bischöfe der Umgebung hatten einen anderen Kandidaten. Jedoch die Christen setzten Martin durch, weil er durch sein Leben in Einfachheit für sie überzeugender war als alle Gegenkandidaten. Martin wurde 371 ein tatkräftiger, überzeugender Bischof, der sich nicht hinter seinem Amt versteckte, sondern sich für die Armen und Kleinen, die Entrechteten und Unterdrückten stark machte.

Hausheiliger der Merowinger

Martin starb 397 nach einem langen und anstrengenden Leben im Alter von etwa 80 Jahren. Er wurde schon unmittelbar nach seinem Tod als Heiliger verehrt. Zahlreiche Legenden rankten sich um sein Leben. Martins Mantelteil wurde als Reliquie verehrt und als Siegeszeichen in die Kriege mitgeführt. Das Königsgeschlecht der Merowinger machte Martin zu seinem Hausheiligen, dem es überall neue Kirchen weihte. Auf sie gehen die uralten Martinskirchen im Nordwesten und Südwesten Deutschlands zurück.

Viele Nachahmer

Und weil sie teilen, ziehen sie nicht nur im Martinszug hinter dem heiligen Martin her, sondern sie folgen ihm in ihren Taten nach: Wie Martin teilen sie mit Bedürftigen. Mehr als 1600 Jahre nach Martins Tod wirkt seine gute Tat noch nach. Wenn das kein Beispiel zum Nachahmen ist!

(Quelle: Georg Austen, Elsbeth Bihler, Matthias Micheel (Hg.): Sankt Martin ist ein guter Mann. Werkbuch für Familie, Kindergarten und Schule. Lahn-Verlag, Bonifatiuswerk 2010. – Grafiken: St. Martin © Bianka Leonhardt / kinder-regenbogen und St. Martin © Factum / ADP – pfarrbriefservice.de)

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Allerheiligen, Allerseelen

Anfang November beginnt die dunkle Jahreszeit. Am Morgen überzieht grauer Nebel das Land. Wir verabschieden uns von der schönen Zeit. Dennoch gibt es einen Grund zum Feiern: Wir kennen Menschen, die Jesus nachgefolgt sind und jetzt bei Gott wohnen. Wir hoffen, dass wir, wenn wir gestorben sind, wie sie bei Gott leben. Wir denken auch an unsere lieben Verstorbenen, deren Gräber wir dann besuchen.

Ein Gräberbesuch der besonderen Art

Wenn wir jemanden besuchen, bringen wir ihm häufig ein paar Blumen oder ein kleines Geschenk mit als Ausdruck der Freude darüber, dass wir uns kennen und schätzen. Wenn Sie mit Ihren Kindern die Verstorbenen auf dem Friedhof besuchen, könnten Sie ein einfaches Geschenk anfertigen:

  •  mit kleineren Kinder ein Bild malen
  • mit größeren Kindern könnten Sie ein weißes Grablicht mit wasserfesten Stiften bemalen und mit einfachen Symbolen, dem Namen des/der Verstorbenen oder einfach ganz bunt gestalten
  • einen besonders schönen Stein aussuchen und ein Stichwort der Erinnerung, des Trostes oder der Ermutigung draufschreiben.
  • anstelle eines Blumenschmuckes können Sie miteinander ein Mandala aus Naturmaterialien auf das Grab legen und so die Auferstehungshoffnung zum Ausdruck bringen (so könnten Samenkapseln zum Zeichen des ewigen Lebens verwendet werden).
  • Am Familiengrab: Mit den Kindern für jeden verstorbenen Angehörigen ein Teelicht oder eine kleine Kerze anzünden und ein Lichtmandala legen
  • Wenn noch keine eigene Grabstätte eingerichtet ist, könnten sie beim Friedhofsbesuch mit den Kindern die verschiedenen Grabsteine und Gräber anschauen, die Namen der Verstorbenen lesen, das Alter errechnen lassen und die Symbole der Erinnerung und des Lebens suchen.

 (Grafik farbig: Allerheiligen © Factum / ADP – Text:  Kath. Kinderzeitschrift Regenbogen, kinder-regenbogen.at. in: Pfarrbriefservice.de)

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Ein kniffliges Sternenrätsel für Sternsinger

Das Lösungswort erzeichnen

In diesem Rätsel wird ein Gegenstand gesucht, der für unsere Sternsinger ganz wichtig ist. Klickt bitte den Kasten an, speichert ihn und druckt ihn Euch anschließend aus.

Um den Kasten mit dem Buchstabensalat findet Ihr 10 Sterne. Wenn Ihr genau hinschaut, dann seht Ihr, dass immer zwei Sterne gleich sind. Verbindet diese beiden Sterne mit einer geraden Linie. Ein Lineal ist hier sehr hilfreich. Ihr müsst die Linie genau durch die Mitte der Sterne zeichnen. Lest die Buchstaben in den Kästchen, in denen sich die Linien dann kreuzen, von links oben nach rechts unten. Und schon habt Ihr die Lösung.

(Rätsel: Werner Niggemann © pfarrbriefservice.de)

 

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Zum Erntedankfest am 05. Oktober:

Danken für die Ernte

Ausmalbild und leckere Rezepte

Einmal im Jahr, zum Erntedankfest, schmücken Christen den Altar ihrer Kirchen mit Früchten, Gemüse, Brot und anderen Lebensmitteln. Warum machen sie das? Die beiden Theologinnen Dr. Anne Rademacher und Ayline Plachta erklären im Bibelkalender für Sonntagsmaler den Kindern den Sinn dieses Brauches. Außerdem laden zwei leckere Rezepte ein, die geernteten oder gekauften Früchte zu genießen. Eine Bibelstelle und ein Gebet vertiefen die Texte. Das dazu passende Ausmalbild der Grafikerin Ursula Harper zeigt einen Erntedankaltar in einer Kirche.

Mit freundlicher Genehmigung des St. Benno-Verlags, der den Bibelkalender herausgibt, dürfen die Textbausteine und das Ausmalbild für die Gestaltung einer Pfarrbrief-Kinderseite zu Erntedank verwendet werden.

Warum liegt Getreide in der Kirche?

Seit vielen hundert Jahren feiern Christen das Erntedankfest, um Gott für die Ernte zu danken. Die Menschen wussten: Auch wenn sie sich abmühen, ihre Felder umpflügen, säen oder pflan­zen, so hängt es doch nicht allein von ihnen ab, ob etwas Gutes daraus wird und ob die Ernte groß genug sein wird, dass alle genug zu essen haben. Gott muss seinen Segen dazu geben. Deshalb danken wir ihm für alles, was er für uns wachsen lässt. In der Kirche stellen wir zum Erntedank Getreide und Früchte vor den Altar.

Rezepte zum Erntedankfest

Wenn ihr wollt, könnt ihr einen Obstsalat oder eine Früchtebowle zur Feier des Erntedankfes­tes bereiten. Kauft dafür gemeinsam eure Lieblingsfrüchte ein!

Früchtebowle oder Obstsalat
Schneidet verschiedene Früchte klein (Äpfel, Birnen, Mango, Pfirsich, Ananas), tut sie in ein hohes und ausreichend großes Gefäß und füllt dann mit der Flüssigkeit auf:
1 Flasche Multivitaminsaft
1/2 Flasche Mineralwasser
1/2 Liter Lieblingsfruchtsaft (Orange, Apfel …)
Umrühren und fertig.

Ohne Flüssigkeit und dafür mit etwas Honig gesüßt, ergibt das Ganze einen leckeren Obstsalat.

Apfelkuchen
Aus 200 g Margarine, zwei Eiern, 150 g Zucker, einem Päckchen Vanillezucker, 250 g Mehl und einem halben Päckchen Backpulver einen Teig rühren. Eventuell einen Schluck Milch da­zugeben. Den Teig in eine gefettete Springform geben. Geschälte und halbierte Äpfel auf dem Teig verteilen und den Kuchen bei mittlerer Hitze ca. 30– 40 Minuten backen. Den abgekühl­ten Kuchen mit etwas Puderzucker bestreuen.

Aus der Bibel

Du lässt Gras wachsen für das Vieh, auch Pflan­zen für den Menschen, die er anbaut, damit er Brot gewinnt von der Erde und Wein, der das Herz des Menschen erfreut. Ps 104,14f

Gebet

Jesus, wir feiern Erntedank. Wir danken Gott, dass wir alles haben, was wir zum Leben brauchen. Hilf uns, Gottes gute Gaben zu schätzen und achtsam damit umzugehen. Vergiss all die Menschen nicht, die hungern müssen, und hilf auch uns, sie nicht zu vergessen. Zeige uns, wie wir ihnen helfen können. Amen.

(aus: Anne Rademacher/Ayline Plachta: Der Bibel-Kalender für Sonntagsmaler 2013 für jeden Sonn- und Feiertag, ISBN 978-3-7462-3270-6, 7,95 €, www.st-benno.de In: www.pfarrbriefservice.de Abdruck mit freundlicher Genehmigung der St. Benno Buch- und Zeitschriftenverlagsges. mbH Leipzig)

(Ausmalbild zu Erntedank © Ursula Harper/St. Benno-Verlag – pfarrbriefservice.de)

 

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Kindermund tut Wahrheit kund

Gute Tat

Der Lehrer in der Religionsstunde: „Es ist eure Pflicht, in jeder Woche mindestens einen Menschen glücklich zu machen. Hast du das in dieser Woche schon getan, Michael?“ Michael im Brustton der Überzeugung: „Jawohl, Herr Meyer.“ – „Gut, mein Junge, was hast du denn getan?“ Michael: „Ich habe meine Tante besucht, und sie war glücklich, als ich wieder nach Hause ging!“

Das tägliche Brot

„Warum beten wir eigentlich um das tägliche Brot, und nicht um das wöchentliche oder monatliche?“, fragt der Kaplan im Religionsunterricht. „Vielleicht, damit das Brot frisch ist“, vermutet Sebastian.

Weise Voraussicht

Im Religionsunterricht erzählt der Lehrer, wie weise Gott in seiner Schöpfung für die Bedürfnisse der Menschen vorgesorgt hat. Als er die Klasse bittet, Beispiele dafür zu nennen, meldet sich Karl, der Sohn des Optikers: „Brillen gibt es erst seit ein paar hundert Jahren, aber der Mensch besitzt, damit er die Brille tragen kann, die Ohren schon seit Adam und Eva.“

Schlaue Antwort

Im Religionsunterricht wird eine Klassenarbeit geschrieben. Eine Frage lautet: „Wie viele Sakramente gibt es und wie heißen sie?“ Ein Mädchen antwortet: „Es gibt eine ganze Anzahl von Sakramenten, und ich heiße Christina.“

(Quelle: Das große Buch des christlichen Humors – Foto: Gummibärchen © Christian Schmitt Pfarrbriefservice.de)

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Die Heilige Hildegard von Bingen

Wir feiern am 17. September das Namensfest
der heiligen Äbtissin Hildegard

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Graf Hildebert und Frau Mechthild hatten zehn Kinder; das jüngste war Hildegard, die bei der Geburt sterbensschwach und während ihres Lebens immer krank war, die aber eine starke und heilige Frau wurde und erst mit 82 Jahren starb.Hildegard konnte von Kind an mit dem lieben Gott sprechen wie mit einem Menschen: Wenn sie fragte, gab Gott Antwort; wenn Gott ihr etwas sagte, dankte sie ihm und befolgte seine Worte. Ein Mönch und eine Schwester schrieben alles auf, was Gott der heiligen Hildegard über Himmel und Hölle, über die Dreifaltigkeit und über die Seele erklärte. Viele Menschen haben seitdem aus diesem Buche gelehrt.

In dem Kloster, in dem Hildegard aufwuchs, wurde sie zur obersten Leiterin und Mutter gewählt. Sie erbaute auf dem Rupertsberg am Rhein ein neues Kloster und später noch ein zweites auf der anderen Seite des Rheins. Nun fuhr sie fast täglich mit dem Kahn über den Fluss, um für beide Klöster sorgen zu können.In dieser Zeit herrschte überall in Deutschland ein böses Leben. Die Bürgermeister regierten ihre Städte schlecht, die Fürsten vergeudeten viel Geld bei glänzenden Festen, der Kaiser setzte manchmal unwürdige Bischöfe ein und diese weihten oft schlechte Männer zu Priestern. Das alles tat Hildegard in der Seele weh und sie besprach die Not der Kirche mit dem lieben Gott. Auf seinen Befehl ergriff sie den Wanderstab, zog von Land zu Land, von Stadt zu Stadt und alles Volk staunte, als auf den Marktplätzen Hildegard auftrat und mit mächtigen Worten predigte. Sie fürchtete sich vor keinem, selbst wenn man sie und ihr ganzes Kloster bestrafen wollte. Viele Grafen und Fürsten und Priester wurden durch ihr Wort wieder zu Gott und zu einem ordentlichen Leben bekehrt. Nach einem anstrengenden und heiligen Leben starb Hildegard in ihrem Kloster Eibingen.

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Spiel: Fußball-rette-den-Rasen

Zum Start der Fußball-Bundesliga haben Medienpädagoginnen sorgsam geprüfte, gute Kinderseiten veröffentlicht. Diese Klick-tipps sind ein Projekt von jugendschutz.net und der Stiftung MedienKompetenz Forum Südwest. Diesmal haben wir für Euch das Spiel: „Fußball-rette-den-Rasen“ herausgesucht. Es stammt von der ZDF-Webseite „tivi“. Hilf dem Rasenwart, den Rasen in Schach zu halten und alle Störenfriede zu vertreiben. Einfach →  hier  klicken. Viel Spaß dabei!

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Zum Schulbeginn: Wenn ein Hund dein Lehrer wäre

Was Kinder von einem Vierbeiner lernen können

Der Hund ist der treueste Begleiter der ganzen Familie. Er hat sein eigenes Revier, sucht aber auch die Nähe von Menschen, die ihm gut sind. Aufmerksamkeit und Frohsinn, aber auch nötige Distanz und Vergebungsbereitschaft erleichtern dir, wie dem Vierbeiner, das Zusammenleben. Manchmal wirkt der Heilige Geist nicht unbedingt da, wo du ihn vermutest, sondern durch Gottes gute Schöpfung.

Das könntest du vom Hund lernen:

  • · Kommen deine Eltern nach Hause, dann lauf ihnen freudig entgegen.
  • · Lass andere wissen, wenn sie in dein Revier eingedrungen sind.
  • · Genieße es, wenn jemand dir Aufmerksamkeit schenkt.
  • · Wenn du froh bist, dann tanze und schüttele den ganzen Körper.
  • · Egal, wie oft einer dich ausschimpft, schmolle nicht.
  • · Renn lieber zurück und versöhne dich stattdessen.
  • · Gib nie vor, etwas anderes zu sein, als du bist.
  • · Wenn jemand einen schlechten Tag hat, sei still, setz dich in seine Nähe und tröste dadurch, dass du einfach da bist.

So wirst du ein angenehmer Mitschüler. Dir kann keiner böse sein. Du kannst Freunde finden, die mit dir durch dick und dünn gehen. Und du kannst stolz auf dich sein. Du bist wer!

(Quelle: Die Sternsinger/Diaspora, Nr. 3/2012 mit Firmung-Spezial, Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken – pfarrbriefservice.de)

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Sich Zeit lassen

„Guten Tag“, sagte der kleine Prinz. „Guten Tag“, sagte der Händler. Er handelte mit höchst wirksamen, durststillenden Pillen. Man schluckt jede Woche eine und spürt überhaupt kein Bedürfnis mehr zu trinken. „Warum verkaufst du das?“, fragte der kleine Prinz. „Das ist eine große Zeitersparnis“, sagte der Händler.“ „Die Sachverständigen haben Berechnungen angestellt. Man erspart dreiundfünfzig Minuten in der Woche.“

„Und was macht man mit den dreiundfünfzig Minuten?“ „Man macht damit, was man will …“ „Wenn ich dreiundfünfzig Minuten übrig hätte“, sagte der kleine Prinz, „würde ich ganz gemächlich zu einem Brunnen laufen …“

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Darf man es taufen?

Auf elf Uhr war die Taufe der kleinen Maria angesagt. Eine kleine, festliche Taufgemeinde hatte sich in der Kirche versammelt. Links in der ersten Bank saßen die Eltern mit ihrem kleinen Täufling, rechts das kleine Schwesterchen Hanna mit ihrer Cousine, der kleinen Eveline aus Köln. Sie hatten, genau wie Vater und Mutter, ein kleines Baby, eine schneeweiße, festliche Puppe auf den Knien. Nach der Salbung und der Taufe kamen sie selber nach vorne an die Stufen des Altars. Andächtig drängelten sich die kleinen Mädchen mit ihrer Puppe neben den Eltern. Als dann der Pastor die kleine Maria feierlich taufte und das Wasser über ihr Köpfchen goss, hielten Hanna und Eveline ihre kleine Puppe so hoch hinaus, wie es das richtige Menschenkind war.

Sicher wollten sie es auch taufen lassen, ging es dem Pastor durch den Kopf. Und er sagte: „Soll ich es taufen?“ Sogleich flogen spontan und besser, als es in jedem Taufritus stand, die Worte zu ihm hinaus: „O jaaa!“ So leuchtete es begeistert aus den kleinen Gesichtern. Spontaner als es Eltern je auf der Welt gesehen haben.

„Ja, wie soll denn euer Kindchen heißen?“ „Simone“ klang es munter durch die Kirche.

Aber darf man ein Puppenkind taufen, riegelte es dem Pastor durch alle Paragraphen des Kirchengesetzes. O doch! Im Priesterseminar hatten sie eine unschöne Puppe schon dutzendmal getauft! Zur Übung! Und so taufte der Pastor schließlich das kleine Puppenkind. Die beiden Ministrantinnen unterdrückten mühsam ihr Lachen. Der blitzleuchtende Onkel fotografierte die Puppentaufe genauso festlich und genauso hübsch wie die richtige Taufe der kleinen Maria. Dann sah der Pfarrer zwei überglückliche Puppenmütter festlich aus der Kirche treten.

 (1a-Grafiken © factum Frank Pfarrbriefservice.de)

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WITZIGES !

Schöne Bescherung
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Als die Mutter wieder einmal den ungeliebten Spinat auf den Mittagstisch stellt, betet die kleine Elisabeth: „Komm, Herr Jesus, sei unser Gast. Dann siehst du, was du uns bescheret hast.“

 Hörensagen

Thomas kommt aus der Kirche. „Na, was hat der Pfarrer gesagt?“, fragt der Vater. „Er hat gesagt: Die Eltern sollen ihre Kinder nicht soviel fragen, sondern selber in die Kirche kommen!“

 Gute Frage

Ein fremder Beichtvater hält auch die Sonntagsmesse und predigt und predigt und predigt … Die Leute rutschen schon ganz unruhig auf den Bänken hin und her, denn das sind sie von ihrem Pfarrer nicht gewohnt. Plötzlich hört man eine helle Kinderstimme: „Mutti, ist noch Sonntag?“

(Quelle: Das große Buch des christlichen Humors. Witze, Anekdoten & Geschichten. St. Benno-Verlag – pfarrbriefservice.de)

 

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Die Geschichte von den drei Fröschen

Es gab drei Frösche, die fielen in ein Fass Milch. Als sie nicht wieder heraus konnten, war unter ihnen einer, der Optimist, der sagte: „Ach, wir werden schon rauskommen, wir warten nur ab, bis jemand kommt“. Er schwamm so lange herum, bis seine Atemwege von der Milch verklebt waren. Dann ging er unter.

Der andere war der Pessimist, der sagte: „Man kann ja überhaupt nichts machen!“ Und dabei ging er unter.

Der dritte war ein Realist. Er sagte: „Wollen wir doch strampeln, man kann nie wissen. Strampeln wir!“ Und so strampelte er stundenlang. Plötzlich spürte er etwas Festes unter seinen Füßen. Er hatte aus der Milch Butter gestrampelt. Nun kletterte er auf den Butterklos und sprang hinaus.

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Ein Sonntag für die Tiere

Eine Geschichte für Kinder 

„Tagein, tagaus dasselbe!“, sagt der Esel, „Tag für Tag muss ich die schweren Lasten schleppen für meinen Herrn! Hierhin und dorthin und wieder zurück“, jammert er. „Könnte es für uns Tiere nicht auch einen Sonntag geben?“, fragt er die Katze. „Einen Sonntag für uns Tiere? Das klingt gut!“, sagt die Katze. „Und wann soll für dich Sonntag sein?“, fragt sie den Esel.

„Oooh!“, schwärmt der Esel, „Sonntag ist dann, wenn ich ohne Lasten durch die Wiese spaziere und wenn der Wind meinen Rücken streichelt. Und, und ja,“ träumt er laut, „wenn ich im duftenden Gras sitzen darf und Purzelbäume schlage. Sonntags bin ich nicht einfach der schäbige Packesel! Sonntags bin ich einfach nur ich!“ „Schön“, schnurrt die Katze, „und weißt du, wann für mich Sonntag ist?“ „Wenn du drei kugelrunde, dicke Mäuse fängst!“, antwortet der Esel. „Aber nein! Mäuse sind viel zu gewöhnlich!“, sagt die Katze.

„Nein! Sonntag ist für mich, wenn es Rosinenbrot zum Frühstück gibt. Und wenn ich mit allen meinen Katzenkindern und meinem Kater gemeinsam beim Frühstückstisch sitze. – Ja, dann ist für mich Sonntag! Sonntags soll mein Kater nicht zur Jagd und meine kleinen Kätzlein sollen nicht zur Schule. Sonntag, das soll der Tag sein, der nur uns gehört. An diesem einen Tag wollen wir ganz beisammen sein“, schwärmt die Katze, „und nach dem Frühstück im Gänsemarsch über die Dächer spazieren und uns dabei alles erzählen, was wichtig ist.“

„Und was ist mit mir?“, fragt der Hahn. „Tag für Tag muss ich als Erster aus dem warmen Bett. Tag für Tag muss ich pünktlich zum Sonnenaufgang krähen. Tag für Tag muss ich die vielen Eier zählen. Tag für Tag muss ich …“ „Ich weiß was für dich“, unterbricht ihn die Katze, „sonntags sollst du schlafen, so lang es dir gefällt. Du musst nicht frühmorgens aus deinem Bett. Du musst keine Eier zählen. Sonntags musst du gar nichts müssen!“

„Schöön!“, jubelt der Hahn. „Dann putze ich sonntags mein Federkleid, bis es schimmert und glänzt. Und dann will ich Lieder singen, tanzen und fröhlich sein. Sonntags muss ich nichts müssen“, gackert er und setzt sich zufrieden zwischen Esel und Katze.

„Bitte ausweichen!“, rufen zwanzig Ameisen, die in einer Kolonne dahermarschieren, „wir haben es eilig!“ „Halt!“, ruft der Hahn, „wir wollen einen Sonntag für Tiere! Macht ihr mit?“ „Keine Zeit!“, sagt der Ameisenführer, „wir Ameisen sind immerzu fleißig. Wir sammeln und putzen. Wir schleppen und bauen. Wir schaffen und werken. Keine Stunde ist frei. Keine Minute ist leer.“ „Schneller Leute! “, kommandiert er, und die Kolonne zieht eilig davon. Nur die letzte Ameise bleibt zurück. „Was? Einen Sonntag wollt ihr? Auch für mich?“, fragt sie schüchtern.

„Ja, auch für dich!“, antwortet die Katze. „Oooh!“, sagt die kleine Ameise, „sonntags will ich auf einem Grashalm schaukeln und meine Beinchen baumeln lassen. Dann will ich an einer Blume schnuppern und in ihrem Schatten rasten und meinem Herzschlag lauschen. Sonntags habe ich Zeit zum Langsam-sein, da habe ich Zeit zum Rasten und Zeit zum Träumen! Sonntags hab ich Zeit für die Zeit!“, schwärmt die kleine Ameise.„Sonntags will ich in der Speisekammer sitzen und alle meine Nüsse fein schlichten und stapeln!“, sagt die Maus. „Mmmh! Lecker! Wie viele sind es?“, gackert der Hahn. „Siebenhundertundzwölf!“, sagt die Maus. Und plötzlich kommt es ihr tatsächlich sehr viel vor. „Nein! Ich hab eine andere Idee!“, quietscht sie, „sonntags koche ich Nusspudding! Ja! Sonntags sollt ihr alle meine Gäste sein!“

„Oooh!“, staunen die anderen. „Auch ich?“, fragt die Katze. „Auch du! Mitsamt deinem Kater! Und mitsamt deinen Kätzchen!“ „Aber sind wir nicht eigentlich Feinde?“, wundert sich die Katze. „Ja, eigentlich schon!“, sagt die Maus, „aber sonntags sollen Feinde Freunde werden. Sonntags soll man sein Herz weit aufmachen für das Gute und es festhalten. Das macht stark für alle anderen Tage!“

„Jetzt bist du dran!“, sagt der Esel zum bunten Schmetterling, der die ganze Zeit über still auf seinem linken Ohr hockt und zuhört. „Was machst du am Sonntag?“, fragt ihn der Esel. „Ach, wisst ihr“, antwortet der Schmetterling, „ich mache nichts Großes. Sonntags, da will ich Gott einfach nur danken.“ Und dann fliegt er fröhlich davon. Immer höher schwebt er zu den Wolken hinauf, bis man nichts mehr von ihm sieht.

„Interessant!“, sagen die Tiere und schauen ihm mit großen Augen nach. Irgendwie hat der Schmetterling sie besonders beeindruckt.

Seit diesem Zusammentreffen gibt es bei den Tieren tatsächlich jede Woche einen Sonntag. Der Esel sitzt stundenlang im duftenden Gras, lässt seinen müden Rücken vom Wind streicheln, und ab und zu schlägt er Purzelbäume. Die Katzenfamilie marschiert nachmittags zufrieden im Gänsemarsch über die Dächer und plaudert eifrig miteinander. Der Hahn singt wundersame Lieder und tanzt mit den Hühnern. Die Ameisen schaukeln auf den Halmen und rasten im Schatten der Blumen. Und alle freuen sich riesig auf den Besuch bei der Maus, die jeden Sonntag mit größter Sorgfalt für alle Tiere köstlichen Nusspudding kocht. Wenn sie dort versammelt sind, sind alle besonders glücklich, und die Katzenkinder geben der Maus jedes Mal einen Begrüßungskuss.

Der Esel denkt kein einziges Mal an seine schweren Lasten. Der Hahn ist ausgeschlafen und strahlt in seinen glänzenden Federn. Und die Ameisen sind jedes Mal die Letzten, die sich verabschieden. An diesem Tag haben sogar sie es nicht eilig. Aber ein richtiger Sonntag ist der Sonntag erst, wenn auch der Schmetterling dabei ist. „Sagst du bitte auch von mir danke, wenn du in den Himmel fliegst?“, quietscht die Maus. „Und auch von uns!“, rufen die Kätzchen. Und die Ameisen halten jedes Mal ein frisches Gänseblümchen bereit. „Bring das von uns dem lieben Gott!“, bitten sie den Schmetterling.

Und wenn sie den Schmetterling hoch oben in den Wolken verschwinden sehen, sind alle bis in ihr Herz hinein zufrieden. „War es nicht eine gute Idee, den Sonntag einzuführen?“, sagen sie dann jedes Mal.

(Quelle: Sigrid Zmölnig-Stingl, Kath. Kinderzeitschrift Regenbogen Nr. 32 2011/12, Titel: Sonntag“, kinderregenbogen.at – Grafik: Tiere genießen den Sonntag © Karl Salbrechter, Kath. Kinderzeitschrift Regenbogen Nr. 32 2011/12,kinderregenbogen.at = in pfarrbriefservice.de)

 

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Baumsudoku

Frühling, Sommer, Herbst und Winter – an den Bäumen kann man wunderbar erkennen, welche Jahreszeit gerade ist. Jeder Baum darf in jeder Reihe, in jeder Zeile und in jedem Neuner-Quadratfeld nur ein Mal vorkommen.

(Quelle: Kath. Kinderzeitschrift Regenbogen, www.kinder-regenbogen.at. In: Pfarrbriefservice.de.)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Wohin in den Urlaub? Sommerrätselbild für die Kleinen
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Die kleine Maria fährt mit ihrer Familie in den Sommerurlaub. Wohin?

Das findet Ihr heraus, wenn Ihr mit Maria überlegt, welche Dinge sie NICHT mitnehmen muss. Die Buchstaben an den Gegenständen, die sie nicht mitnehmen soll (achtet auf die Hintergrundfarben der Buchstaben), ergeben das Urlaubsziel. (Das Land schreibt man mit 7 Buchstaben)

Die Grafikerin Daria Broda hat eine Hilfe eingebaut: die Hintergrundfarben der Buchstaben. Sie unterstützen bei der richtigen Zuordnung.

(Quelle: Sommerrätselbild: Wohin in den Urlaub?  © Daria Broda, www.knollmaennchen.de – pfarrbriefservice.de)

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Die Heilige Klara

Klara ist die Gründerin des Klarissenordens. Sie lebte in Italien. Man ruft sie zur Erhaltung eines gesunden Augenlichts an. Das Namensfest der heiligen Klara wird am 12. August gefeiert.

Zu der Zeit, als die heilige Klara lebte, sagten die Leute: „Viel Geld haben, das ist das Beste, was es gibt!“ Kein Wunder, dass sie den lieben Gott mehr und mehr vergaßen. Auch Klaras Eltern waren wohlhabende Leute; sie hätten ihr Kind gern in Samt und Seide gesehen und an der Hand eines reichen, schönen Freiers. Darum waren sie erschrocken, als Klara eines Tages allen Reichtum, alle schönen Kleider und den goldenen Schmuck ablegte und über Nacht von Zuhause wegging.

Sie traf sich mit dem heiligen Franziskus, der aus der Stadt Assisi stammte, wie Klara auch. Aber sie hatte nicht nur die gleiche Heimat wie der heilige Franziskus, sondern sie wollte auch das gleiche Leben führen wie er. Darum ließ sie sich von ihm ein raues Ordensgewand geben, ließ sich die schönen lockigen Haare abschneiden und sagte: „Wie freue ich mich, dass ich jetzt so arm bin wie mein Heiland!“ – Der Heilige begleitete Klara zum Kloster Sankt Damian, wo sie Abschied von ihm nahm und in eine stille, vergitterte Zelle einkehrte. Dort fastete sie barfuß und schweigend für die vielen Menschen, die Gott vergessen haben.

Bald meldeten sich an der Klostertüre die ersten Mädchen an, die mit Klara zusammen büßen wollten. Auch ihre Mutter und ihre beiden Schwestern waren dabei. Immer größer wurde die Zahl. Die heilige Klara nahm ein großes Papier und schrieb alles auf, was die Mädchen befolgen mussten. Die Schwestern, die ihre Regel zu halten gelobten, nannten sich nach ihrer Mutter „Klarissen“. Sie beten auch heute noch Tag und Nacht vor dem Heiland im Altarssakrament.

Als die Sarazenen einmal das Kloster erstürmen und plündern wollten, stelle Klara die Monstranz mit dem Heiland über die Türe; da flohen die heidnischen Feinde, so schnell sie konnten. Die heilige Klara hat 28 Jahre in ihrem Kloster mit ihrer schweren Krankheit Gott treu gedient. Bei ihrem Tode holten zwei Mönche des heiligen Franziskus sie zum Throne Gottes ab.

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Und der soll ein Volltreffer sein?

Nachlese zur Fußball-Weltmeisterschaft (nicht nur) für Kinder

Im FC gab es tolle Leute mit viel Selbstvertrauen. Der Präsident war der starke Mann. Der Trainer erfolgreich. Die Masseure geschickt und die Spieler ihr Geld wert.

Und dann gab es noch Steve. Steve war nichts.

Wenn die Spieler zu ihm sagten: „Komm, Steve, wir trainieren Elfmeterschießen und Kopfball!“, sagte er: „Ich habe keinen kräftigen Schuss und den Kopf ziehe ich immer ein!“

Wenn der Platzwart fragte: „Traust du dich, die Linie mit dem Kalkwagen zu markieren?“, zitterte Steve: „Nein, das schaffe ich nie und nimmer!“
Und wenn ihn der Präsident sah und höflich auf die Schulter klopfte: „Na, Steve, was wollen wir denn werden?“, antwortete er: „Ich will nichts Außerordentliches werden, ich bin schon etwas: Ich bin Steve! Der beste und am meisten begeisterte Fan vom FC, bei jedem Heimspiel dabei und oft auf der Rückbank im Bus. Die Stimmungskanone mit der Tröte!“

Gott verlangt nichts Außerordentliches von uns Menschen. Nur das eine: Setz Vertrauen in das, was du kannst. Den Rest besorgt Gott selbst.

(Quelle: Die Sternsinger Nr. 3/2006, „Du bist ein Volltreffer“ mit Firmung-Spezial, Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken – Grafik bunt Tischfußball © Sarah Frank pfarrbriefservice.de)

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