Liturgie

von Biergans am 02.10 2026 in Liturgie

04. Oktober 2026 – 27. Sonntag im Jahreskreis

ZUM EVANGELIUM                            Die Gottesherrschaft, die Jesus verkündet, ist ebenso wie der Gottesbund vom Sinai ein Geschenk für die Menschen, für das sie nun verantwortlich sind. Wenn ein Volk oder ein Mensch sich nicht nach dem Willen Gottes richtet, wird ihm „das Reich Gottes weggenommen“. Das sagt Jesus nicht nur den Hohepriestern und den Pharisäern; auch das neue Volk Gottes wird nach demselben Maßstab gerichtet; auf die Früchte wird es ankommen.

 

Evangelium (Mt 21, 33–42.44.43)

In jener Zeit

sprach Jesus zu den Hohepriestern

und den Ältesten des Volkes:

Hört noch ein anderes Gleichnis:

Es war ein Gutsbesitzer,

der legte einen Weinberg an,

zog ringsherum einen Zaun,

hob eine Kelter aus

und baute einen Turm.

Dann verpachtete er den Weinberg an Winzer

und reiste in ein anderes Land.

Als nun die Erntezeit kam,

schickte er seine Knechte zu den Winzern,

um seine Früchte holen zu lassen.

Die Winzer aber packten seine Knechte;

den einen prügelten sie,

den andern brachten sie um,

wieder einen anderen steinigten sie.

Darauf schickte er andere Knechte, mehr als das erste Mal;

mit ihnen machten sie es genauso.

Zuletzt sandte er seinen Sohn zu ihnen;

denn er dachte:

Vor meinem Sohn werden sie Achtung haben.

Als die Winzer den Sohn sahen,

sagten sie zueinander: Das ist der Erbe.

Auf, wir wollen ihn umbringen,

damit wir sein Erbe in Besitz nehmen.

Und sie packten ihn,

warfen ihn aus dem Weinberg hinaus

und brachten ihn um.

Wenn nun der Herr des Weinbergs kommt:

Was wird er mit jenen Winzern tun?

Sie sagten zu ihm:

Er wird diese bösen Menschen vernichten

und den Weinberg an andere Winzer verpachten,

die ihm die Früchte abliefern, wenn es Zeit dafür ist.

Und Jesus sagte zu ihnen:

Habt ihr nie in der Schrift gelesen:

Der Stein, den die Bauleute verworfen haben,

er ist zum Eckstein geworden;

vom Herrn ist das geschehen

und es ist wunderbar in unseren Augen?

Und wer auf diesen Stein fällt,

wird zerschellen;

auf wen der Stein aber fällt,

den wird er zermalmen.

Darum sage ich euch:

Das Reich Gottes wird euch weggenommen

und einem Volk gegeben werden,

das die Früchte des Reiches Gottes bringt.

 

Für den Tag und die Woche

Mir ist von Gott etwas anvertraut worden – Menschen, eine Aufgabe, Besitz, Macht… Und auch hier die Frage: Wie bist du damit umgegangen? Hast du das, was dir anvertraut worden ist, zur Bereicherung deiner selbst genutzt – oder konntest du es dem geben, dem zurückgeben, von dem du es hattest? Ja – er wird dich, mich, uns fragen, was wir mit dem gemacht haben, was er uns gegeben hat, was er uns anvertraut hat. Gott fordert nichts von uns, was er nicht längst in uns hineingelegt und hineingeliebt hätte – und Gott will nicht unsere Leistung, sondern er will die Frucht unseres Seins, unseres Seins in guten und schlechten Jahren, er will nicht unsere makellose Schönheit, sondern liebt uns mit unseren Dellen und braunen Flecken und all dem, womit wir eben nicht der DIN-Norm entsprechen. (Andrea Schwarz)

Quelle: SCHOTT LESEJAHR A

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