Liturgie

von Biergans am 11.12.2017 in Liturgie

17. Dezember – 3. Adventssonntag

ZUM EVANGELIUM                               Die Propheten des Alten Bundes haben Gottes Geist und Gottes Wort empfangen. Der Letzte von ihnen, Johannes der Täufer, steht an der Schwelle des Neuen Bundes. Er ist die Stimme, die in der Wüste ruft; er bereitet den Weg für den Größeren, der nach ihm kommt. Dieser einzigartigen Berufung des Johannes entspricht die vollkommene Treue, mit der er bis zuletzt seine Aufgabe erfüllt hat.

Evangelium (Joh 1, 6-8.19-28)

Mitten unter euch steht der, den ihr nicht kennt
Es trat ein Mensch auf, der von Gott gesandt war; sein Name war Johannes. Er kam als Zeuge, um Zeugnis abzulegen für das Licht, damit alle durch ihn zum Glauben kommen. Er war nicht selbst das Licht, er sollte nur Zeugnis ablegen für das Licht. Dies ist das Zeugnis des Johannes: Als die Juden von Jerusalem aus Priester und Leviten zu ihm sandten mit der Frage: Wer bist du?, bekannte er und leugnete nicht; er bekannte: Ich bin nicht der Messias. Sie fragten ihn: Was bist du dann? Bist du Elija? Und er sagte: Ich bin es nicht. Bist du der Prophet? Er antwortete: Nein. Da fragten sie ihn: Wer bist du? Wir müssen denen, die uns gesandt haben, Auskunft geben. Was sagst du über dich selbst? Er sagte: Ich bin die Stimme, die in der Wüste ruft: Ebnet den Weg für den Herrn!, wie der Prophet Jesaja gesagt hat. Unter den Abgesandten waren auch Pharisäer. Sie fragten Johannes: Warum taufst du dann, wenn du nicht der Messias bist, nicht Elija und nicht der Prophet? Er antwortete ihnen: Ich taufe mit Wasser. Mitten unter euch steht der, den ihr nicht kennt und der nach mir kommt; ich bin es nicht wert, ihm die Schuhe aufzuschnüren. Dies geschah in Betanien, auf der anderen Seite des Jordan, wo Johannes taufte.

Für den Tag und die Woche
Der hat Advent gefeiert. der im Glauben erfahren hat: Gott ist größer als unser Herz (1 Joh 3, 20). Er wird und muss unsere menschlichen Wünsche, Hoffnungen und Ansprüche immer wieder enttäuschen; er muss für unseren Verstand immer wieder anstößig und für unser Gefühl ärgerlich und aufregend erscheinen, nicht weil er zu klein ist, um uns alles zu erfüllen, sondern weil er größer und überschwänglicher ist und alle unsere Vorstellung und Sehnsucht übersteigt. So ist uns sein Kommen geheimnisvoll verborgen, und doch steht er schon mitten unter uns. (Adventspredigt)

Quelle: SCHOTT LESEJAHR B

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