Herbstfahrt der St. Matthias Bruderschaft Nz/Oz

Kölner Stadtgeschichte und Melatenfriedhof Programmpunkte

Die diesjährige Herbstfahrt der St. Matthias Bruderschaft Nz/Oz führte die Mitglieder und Freunde in die Stadt Köln. An einem herrlichen Herbsttag startete die Tagesfahrt mit einer gut anderthalbstündigen Stadtrundfahrt entlang der römischen sowie mittelalterlichen Stadtmauer. Eine Stadtführung aus einer völlig neuen Perspektive, mit einer unglaublichen Fülle an Informationen, wie man sie so bislang noch nicht erlebt hatte. Und immer wieder stand dabei die Kölner Mentalität mit Anekdötchen und kleinen Geschichten im Vordergrund. Wir passierten eine Reihe der romanischen Kirchen, wie St. Gereon oder St. Aposteln und es wurde uns die Stadterweiterung seit dem Ende des 19. Jahrhunderts nähergebracht. Besonders interessant waren dabei die als Prachtboulevard angelegte Ringstraße sowie die Neustadt-Süd und -Nord mit ihren Villen,- Bürger- und Arbeitervierteln.

Nach so vielen neuen Eindrücken war natürlich ordentlich Hunger und Durst angesagt. Zu Fuß ging es am Dom vorbei in die Altstadt. Hier hatte man im Brauhaus Sion Plätze reserviert und es erwartete alle wunderbares Brauhausessen und natürlich eine ganze Menge an leckerem Kölsch.

Am frühen Nachmittag startete man zu einem zweistündigen, geführten Rundgang über den Melaten-Friedhof an der Aachener Straße. Das 435.000 m² große Areal ist von der Anzahl der über 50.000 Grabstätten der größte Kölner Friedhof.

Der Name „Melaten“ rührt von dem bereits im 12. Jahrhundert an dieser Stelle nachgewiesenen Heim für Kranke und Aussätzige. 1243 wurde der „hoff to Malaten“ (Hof zu Melaten) erstmals urkundlich erwähnt. Die Hauptwege und die Ost-Westachse, an der die teuersten Gräber liegen, wurden mit hohen, lichten Alleen aus Platanen bepflanzt, die Seitenwege mit mittelhohen Linden und Rosenstöcken. Aufgeteilt in zwei Gruppen verstrich die Zeit wie im Flug. An vielen Grabstätten von bekannten Politikern, Künstlern, Mäzenen und Schriftstellern erfuhren die Teilnehmer so manche kleine und interessante Episoden.

Und am Grab von Willy Millowitsch wurde natürlich auch mal schnell das Lied „Ich binne ne Kölsche Jung, watt willste mache“ gesungen.

Zum Abschluss der Tagesfahrt genoss man dann noch gut zwei Stunden im Herzen Kölns. Der Dom wurde besucht, man schlenderte durch die Hohe Straße und die Schildergasse, kehrte zum Kaffeetrinken ins Cafe Reichard ein und im „Gaffel“ wurde noch das eine oder andere Kölsch getrunken. Alle empfanden die Herbstfahrt als einen informativen und vor allem auch angenehmen und geselligen Tag.

 

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